Britische Grossbank HSBC kündigt Kapitalerhöhung an

HSBC kriegt die Finanzkrise zu spüren

HSBC kriegt die Finanzkrise zu spüren

Der britische Banken-Gigant HSBC hat einen Gewinneinbruch von 70 Prozent im 2008 bekannt geben müssen: Unter dem Strich bleiben noch 5,7 Mrd. Dollar Gewinn. Europas grösste Bank braucht nun neues Geld.

Die geplante Kapitalerhöhung von 12,5 Mrd. Pfund (rund 21 Mrd. Fr.) wäre die grösste in der Geschichte des Königreichs. Die HSBC stellt mehr als 5 Milliarden neue Aktien im Wert von je 254 Pence zur Verfügung. Der Preis liegt fast 50 Prozent unter dem Schlusskurs vom Freitag.

Mehrere Grossinvestoren haben bereits angekündigt, die Kapitalerhöhung mitzutragen, um Unsicherheiten zu beseitigen. Mit ihrer Kapitalerhöhung übertrifft HSBC die Royal Bank of Scotland, die sich im vergangenen April 12 Mrd. Pfund frisches Geld besorgt hatte.

Die HSBC will sich von einem Grossteil des verlustreichen Kredit- und Hypothekengeschäfts in den USA trennen. Die dortigen Verluste von 15,5 Mrd. Dollar sind der wesentliche Grund für den drastischen Gewinnrückgang. Mit dem Ende des US-Kreditgeschäfts stehen mehr als 6000 Jobs auf der Kippe.

Bislang wurde die HSBC von der Finanzkrise einigermassen verschont. Die weltweit aktive britische Bank gilt bei ihren Engagements als eher vorsichtig.

Neben Barclays ist HSBC die einzige britische Grossbank, die sich für ihre Finanzspritzen noch nicht aus dem Rettungstopf der Regierung bedient hatte. Der Bankengigant steht auch dank eines guten Asien-Geschäfts besser als die Konkurrenz da.

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