Kies
Bremgarten macht mächtig Kies mit Kies

Die Kiesgrube wird für die Ortsbürgergemeinde Bremgarten zur Goldgrube. 4 Franken und 50 Rappen pro Kubik Kies nimmt sie ein. Bei 710'000 Kubikmeter Kies ergibt das Einnahmen von 3,2 Millionen Franken.

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Ortsbürgergemeinde löst gut 3 Mio. Franken

Ortsbürgergemeinde löst gut 3 Mio. Franken

Lukas Schumacher

Innert 20 Jahren und in mehreren Etappen wird die Firma Otto Notter (Stetten) das Kiesvorkommen im Chessel-Eichwald unweit der Reuss abbauen. Der Ortsbürgergemeinde, der das Gelände unweit der Reuss gehört, winken bis ins Jahr 2030 Gebühreneinnahmen von gut 3 Mio. Franken oder jährlich 150000 Franken im Schnitt.

Vorarbeiten angelaufen

Wie der Geldsegen verwendet werden soll, steht noch nicht fest. Die frühere Idee, eine Ortsbürger-Stiftung zu errichten und sie mit den Kiesabbaugebühren zu äufnen, ist in den Hintergrund gerückt.

Im Chessel-Eichwald begannen als Vorarbeiten für den grossen Abbau soeben die umfangreichen Waldrodungsarbeiten. In einem ersten Schritt wird eine Fläche von 3 Hektaren abgeholzt. Die gesamte Rodungsfläche beträgt 8,2 Hektaren. Zu den Vorarbeiten gehören auch bauliche Verstärkungen der Zu- und Wegfahrtssträsschen, auf denen später der Kiestransport per Lastwagen erfolgt. Im August oder September wird man die erste Kiesabbau-Etappe anpacken.

Stadtammann wird Ortsbürger

Demnächst verstärkt Bremgartens neues politisches Oberhaupt die Ortsbürgergemeinde. Stadtammann Raymond Tellenbach (FDP) wird im Juni in die Reihen der Ortsbürger aufgenommen. Dafür musste der 56-jährige Tellenbach auf eines seiner beiden bisherigen Bürgerrechte – Oberthal im Emmental oder Neuenburg – verzichten. Er entschied sich fürs Beibehalten des Bürgerrechts von Oberthal. Dass die Stadtoberhäuter dem Kreis der «Alteingesessenen» beitreten, hat in Bremgarten Tradition. Auch Tellenbachs Stadtammann-Vorgänger Albert Seiler, Peter Hausherr und Robert Bamert sind Bremgarter Ortsbürger geworden.

Kostspielige Nachrüstung

Betreffend «Haus an der Reuss» befindet sich die Ortsbürgergemeinde in der Bredouille. Kürzlich baute sie das grosse Gebäude um und versah es mit Anschlüssen für die dritte Bremgarter Wärmeverbundetappe. Weil diese Etappe nicht ausgeführt wird, muss eine andere Heizungslösung her. Im Gespräch ist eine Erdsonde mit Wärmepumpe zu Kosten von 200000 Franken.

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