Ölpest

BP wird langsam Herr über das austretende Öl

Ein Helfer hebt einen mit Öl überdeckten Pelikan aus dem Wasser.

Pelikan

Ein Helfer hebt einen mit Öl überdeckten Pelikan aus dem Wasser.

Im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko hat der Konzern BP einen Teilerfolg vermeldet: Mit Hilfe eines Trichters würden täglich etwa 1,6 Millionen Liter Öl und damit deutlich mehr als in den Tagen zuvor abgesaugt, sagte BP-Chef Tony Hayward dem britischen Sender BBC.

Am Samstag hatte der Sonderbeauftragte der US-Regierung, Admiral Thad Allen, gesagt, in den ersten 24 Stunden nach Inbetriebnahme der Absaugvorrichtung seien rund 950'000 Liter Öl aufgenommen worden. BP konnte demnach mittlerweile die Menge des aufgefangenen Öls um fast 70 Prozent erhöhen.

Allerdings herrscht Unklarheit darüber, wie viel Öl bislang in den Golf von Mexiko strömte. Schätzungen von Experten der Regierung zufolge waren es täglich zwischen 1,9 und drei Millionen Liter. BP fängt damit momentan möglicherweise lediglich etwas mehr als die Hälfte des Öls auf.

Am Donnerstag hatte BP mit Unterwasser-Robotern in rund 1600 Metern Tiefe den Trichter auf die gekappte Steigleitung des defekten Bohrlochs gestülpt. Die Konstruktion soll das Abpumpen des ausströmenden Öls ermöglichen.

In der BBC kündigte Hayward an, im Laufe der Woche solle eine weitere Absaugevorrichtung installiert werden. Dann könne "ein Grossteil" des Öls aufgefangen werden. Bis Monatsende wolle BP zudem eine stabilere Vorrichtung anbringen, die auch die Hurrikans der Ende August beginnenden Sturmsaison aushalten.

Endgültig geschlossen werden kann das Loch vermutlich erst, wenn Entlastungsbohrungen vorgenommen wurden. Die Arbeiten werden vermutlich bis August dauern.

Die US-Behörden untersagten in weiteren Meeresgebieten mit einer Fläche von insgesamt fast 1500 Quadratkilometern den Fischfang.

Es handle sich auch Gebiete vor Florida. Damit dürfe in rund einem Drittel der Küstengewässer nicht mehr gefischt werden, teilten die Behörden mit. Es sei eine reine Vorsichtsmassnahme, teilten die zuständigen Behörden mit.

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