BP will Loch
BP will Loch nun mit Schlamm schliessen

Der Ölkonzern BP will am Wochenende versuchen, schweren Schlamm in die sprudelnde Öl-Quelle im Golf vom Mexiko zum pumpen und so das Leck auf dem Meeresgrund zu schliessen.

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Ölpest im Golf von Mexiko
30 Bilder
 Barrieren gegen Ölpest
 Die Grafik einer amerikanischen Umweltbehörde zeigt eindrücklich, wie sich die 4000 Öl- und Gasbohrtürme der Küste entlang ziehen.
 Die grösste Bohrinsel der Welt, die Thunderhorse, wurde 2005 von einem Orkan beschädigt. Passiert ist zum Glück nichts.
 Die einstige Piratenbucht Barataria Bay am 8. Juni: Vom Öl eingeschlossen.
 Boote verbrennen gezielt einzelne Ölflecken im Wasser.
 Die Transocean Discover Enterprise wird direkt über der gesunkenen Bohrinsel Deepwater Horizon eingesetzt, um natürlich aufsteigende Gase zu verbrennen.
Das Öl strömte lange aus
Öl an der Küste von Louisiana
Ölpest im Golf von Mexiko
Ölpest im Golf von Mexiko
Ölpest im Golf von Mexiko
Ölpest im Golf von Mexiko
Ein brauner Pelikan wird von Öl befreit Ein brauner Pelikan wird von Öl befreit
EIn Kind schaut Männern zu, die am Strand von Dauphin Island nach Ölklumpen suchen EIn Kind schaut Männern zu, die am Strand von Dauphin Island nach Ölklumpen suchen
Mit allen Mitteln wird gegen die Ölpest angekämpft Mit allen Mitteln wird gegen die Ölpest angekämpft

Ölpest im Golf von Mexiko

Beim neuesten Versuch der Ölpest Herr zu werden, sollen mehr als 6000 Liter pro Minute in die Öffnungen eines Ventilsystems gepresst werden, das über dem Hauptbohrloch installiert ist, berichteten US-Medien am Mittwoch. BP hofft, dass das Loch dadurch verstopft wird. Danach könne es mit Zement abgedichtet werden.

Die Technik sei seit dem Untergang der Bohrinsel «Deepwater Horizon» bislang nicht angewendet worden, weil Daten über die Druckverhältnisse in dem 450 Tonnen schweren Ventil-System gefehlt hätten, sagte ein BP-Sprecher. Die Ergebnisse eines Drucktests lägen aber nun vor.

US-Innenminister Ken Salazar sagte am Dienstag vor einem Senatsausschuss in Washington, die Methode sei von Wissenschaftlern und BP-Ingenieuren als die aussichtsreichste bezeichnet worden.

Sollte dieser Versuch scheitern, werde das Unternehmen versuchen, statt des Bohrlochs das Ventilsystem selbst zu verstopfen. Dafür müsste das Loch unter anderem mit kleinen Gummiteilen beschossen werden.