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Böse Überraschung am Zoll: Bei diesen Souvenirs ist Vorsicht geboten

Adidas-Klamotten in den Ferien zum halben Preis einkaufen oder Sand vom Strand mitnehmen – das kann am Zoll zu unangenehmen Situationen führen. Was darf man aus den Ferien mitnehmen und was nicht?

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Ein Elefantenstosszahn aus Elfenbein, der in Basel beschlagnahmt wurde
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Diese Elefantenfigur wurde aus einem Stosszahn hergestellt – und beschlagnahmt
Sand vom Strand mitnehmen – das ist nicht überall überlaubt
Bei günstigen Markenkleidern im Ausland ist Vorsicht geboten
Finger weg von gewissen Souvenirs

Ein Elefantenstosszahn aus Elfenbein, der in Basel beschlagnahmt wurde

Keystone

Böse Überraschungen am Zoll lassen sich vermeiden, wenn beim Kauf von Souvenirs einige Regeln beachtet werden. Ansonsten kann es sein, dass einem die Ware abgenommen wird oder man sogar eine Busse erhält.

Fälschungen: Die Einfuhr von Markenfälschungen ist generell verboten. Wer nur Einzelstücke dabei hat, kann am Zoll eine Verzichtserklärung unterschreiben. Dann muss er die Ware zwar abgeben, riskiert aber kein Strafverfahren. Ein solches droht erst, wenn so viele Fälschungen importiert werden, dass man von Handel ausgehen muss. Fälschungen lassen sich in vielen Fällen leicht erkennen: beispielsweise an der Verpackung, wo viele Fälscher sparen.

Auch Schreibfehler auf Pflegehinweisen oder sehr tiefe Preise geben Aufschluss. Schnäppchen gibt es bei Luxuswarenherstellern kaum je. Ein angeblicher Rabatt von 50 Prozent sollte daher skeptisch machen.

Lebendige Tiere: Die Einfuhr lebendiger Tiere ist grundsätzlich möglich, sofern das Tier artgerecht transportiert wird. Unproblematisch ist es dann, wenn das Tier aus Europa stammt. Dann müssen die gleichen Impfungen gemacht und Dokumente vorhanden sein, wie wenn es in der Schweiz gekauft würde. Die EU und die Schweiz haben ihre Bestimmungen vereinheitlicht.

Deutlich aufwendiger und auch teurer ist es bei anderen Ländern: Hier sind zahlreiche Papiere, Bescheinigungen, Impfungen und Tests notwendig. Wurde etwas vergessen, muss das Tier in Quarantäne. Und das kann teuer werden. Das Gleiche gilt übrigens auch für Pflanzen, etwa einen japanischen Bonsai.

Geschützte Tiere, Tierprodukte oder Pflanzen: Das Washingtoner Artenschutzabkommen regelt oder verbietet die Einfuhr geschützter Tiere oder Pflanzen. Es enthält mehrere Anhänge: Im Anhang I sind die unmittelbar bedrohten Arten aufgelistet. Diese dürfen auf keinen Fall eingeführt werden: Dazu zählen unter anderem alle Meeresschildkröten, einige Affenarten, bestimmte Papageien sowie einige Kakteen- oder Orchideenarten.

Auch Elfenbein fällt in diese Kategorie. Die in Anhang II aufgeführten Arten gelten ebenfalls als schutzbedürftig, können aber mit den entsprechenden Bescheinigungen und Zertifikaten eingeführt werden. In diese Kategorie fallen beispielsweise alle Affen, Bären, Katzen, Warane und Krokodile sowie alle Orchideen und Kakteen. Für deren Einfuhr braucht man ein sogenanntes CITES-Zertifikat. Dieses besagt, dass die Tiere oder Pflanzen auf einer Farm gezüchtet wurden und nicht aus freier Wildbahn stammen.

Hersteller von Luxuswaren legen solche Zertifikate bei, wenn sie beispielsweise Uhren mit Krokodillederarmbändern verkaufen. Bei Waren, die man an einem Marktstand kauft, dürfte es schwieriger sein, ein solches Zertifikat zu erhalten.

Kulturgüter: Bei antiken Gegenständen ist Vorsicht geboten, vor allem, wenn man sie irgendwo findet und nicht in einem Laden kauft. Die Gegenstände könnten als Kulturgut klassifiziert sein. Ist dies der Fall, drohen im Herkunftsland meist höhere Strafen als in der Schweiz.

Auch bei anderen Waren müssen die Regeln in den Herkunftsländer beachtet werden: So darf beispielsweise von den Malediven kein Sand mitgenommen werden. Manche Länder verbieten auch den Export bestimmter Korallen oder Muscheln, selbst dann, wenn man diese am Strand gefunden hat.

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