Unglück

Bootsuntergang in Peru: doch über 60 Menschen tot

Das überladene Boot war offiziell nur für 146 Passagiere zugelassen (Archiv)

Das überladene Boot war offiziell nur für 146 Passagiere zugelassen (Archiv)

Beim Untergang eines mit etwa 280 Menschen überladenen Bootes auf dem Amazonas in Peru sind nach neuen Angaben über 60 Menschen ums Leben gekommen. Suchmannschaften und Taucher hätten zwölf Tote geborgen, berichtete der Radiosender RPP.

Weitere 50 Passagiere würden seit dem Unglück am Mittwoch vermisst. Zunächst hatte es geheissen, es seien nur zwei Menschen ums Leben gekommen.

Das nach offiziellen Angaben nur für 146 Passagiere zugelassene Boot "Camila" war kurz nach Mitternacht auf der Höhe des Ortes Santa Rosa nahe der Grenze zu Kolumbien gesunken. Die meisten Passagiere wurden im Schlaf überrascht.

Medien berichteten von einem Loch im Heck. Als Unglücksursache galt die Überladung des Schiffes. Der Betreiber der "Camila" floh, nachdem Angehörige versucht hatten, ihn umzubringen.

Flussboote sind in Perus Urwaldgebieten das einzige billige Transportmittel. Strassen gibt es kaum. Die Schiffe sind oft nachts unterwegs, damit Schmuggelware wie zum Beispiel Benzin nicht so leicht entdeckt wird.

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