BMW sorgt mit Stellenabbau bei Mini für Aufregung

BMW streicht Stellen bei Mini

BMW streicht Stellen bei Mini

Der Autokonzern BMW sorgt mit dem Abbau von 850 Stellen bei seiner britischen Tochter Mini für Aufregung im Vereinigten Königreich.

In Oxford streichen die Münchner die Zeitarbeitsplätze im Zuge einer Verkürzung der Arbeitswoche von sieben auf fünf Tage, wie ein Konzernsprecher erklärte.

Der britische Premierminister Gordon Brown reagiert bestürzt. "Das sind ganz klar sehr schlechte Nachrichten. Die Regierung tut alles und wird alles tun, um den Betroffenen zu helfen", sagte sein Sprecher.

Grossbritanniens Regierung hat Kreditgarantien für die heimische Autoindustrie, die überwiegend in ausländischer Hand ist, über 2,3 Mrd. Pfund in Aussicht gestellt, nachdem Hersteller wie Nissan, Ford, Jaguar Land Rover und Aston Martin den Abbau von insgesamt über 3000 Stellen angekündigt hatten. In der britischen Autobranche arbeiten derzeit mehr als 800'000 Menschen.

Mini leidet wie die meisten Autobauer unter einer Auftragsflaute. Der Absatz der englischen Traditionsmarke ist nach Firmenangaben allein Januar um gut ein Drittel auf 10 100 Autos eingebrochen.

"Während Mini sich bislang dem Konjunkturabschwung entziehen konnte, ist es nicht immun gegen die aktuellen Entwicklungen", teilte das Unternehmen mit.

Bei Arbeitnehmervertretern stiess der Schritt auf Kritik. "Es ist schlimm genug, dass die Beschäftigten den Zusammenbruch des Automarkts mit ansehen müssen. Aber BMW stellt mit dem Mini ein sehr verkaufsstarkes Produkt her und die Mitarbeiter hätten es verdient gehabt, besser behandelt zu werden", erklärte der Generalsekretär der Gewerkschaft Unite Joint, Tony Woodley.

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