Brauchtum

Blochmontag beendet die Ausserrhoder Fasnacht

Am Blochmontag ziehen verkleidete Männer einen geschmückten Baumstamm durchs Appenzeller Hinterland. Ein Bär treibt mit den Zuschauern seinen Schabernack.

Am Blochmontag ziehen verkleidete Männer einen geschmückten Baumstamm durchs Appenzeller Hinterland. Ein Bär treibt mit den Zuschauern seinen Schabernack.

In Appenzell Ausserrhoden ist die Fasnacht trotz Coronavirus traditionell zu Ende gegangen: Am Blochmontag zogen Männer und Buben mit einem Baumstamm durch die Dörfer.

Nachdem die Bloch-Gesellschaft Herisau im Februar 2012 erfolgreich den Brauch des Herisauer-Blochs wieder aufleben liess, folgte dieses Jahr die neunte Auflage. In einem Umzug wird ein Baumstamm - das sogenannte Bloch - welcher auf einen Wagen gebunden ist, durch einige Dörfer des Appenzeller Hinterlands gezogen. Es gibt eine Zugmannschaft, welche sich aus Männern in traditionellen Berufskleidern sowie aus Bauern und Sennen zusammensetzt.

Auf dem Bloch sitzen Fuhrmann, Musikanten und ein Schmied, welcher seiner Arbeit nachgeht. Angeführt wird der Tross vom Vorreiter samt Herolden, hoch zu Ross. Der Förster, ebenfalls mit Pferd, bildet den Schluss des Bloch-Umzuges.

Die sogenannten Kässelibueben, in Gestalt von Pajassen, laufen parallel zum Umzug und machen weite Strecken, um einige Batzen zur Tilgung der Unkosten zu erhalten. Zu guter Letzt gibt es da noch den Wildhüter mit seinem Bär. Dieser treibt mit den Passanten und Zuschauern seinen Schabernack. Zum Schluss wird der Bloch vor der Chälblihalle in Herisau versteigert.

Der Brauch wird auch in Urnäsch sowie als Bubenbloch in Schwellbrunn, Hundwil und Stein gelebt. Das Urnäscher Bloch ist eine Woche vor dem Blochmontag unterwegs, dies jedoch nur in den ungeraden Jahren.

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