Ortsplanungsrevision
Blick auf Burghügel nicht trüben

Kleine Landreserven sind in der bisher bebauten Zone von Kyburg-Buchegg noch vorhanden. Mit der Ortsplanungsrevision soll nun ein Hektar Bauland dazukommen. Die Bürger sind aufgefordert, Wünsche und Anregungen einzubringen.

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Schlossturm-Anlage

Schlossturm-Anlage

Solothurner Zeitung

Gundi Klemm

Die noch gültige Ortsplanung von Kyburg-Buchegg stammt von 1984. Bereits vor acht Jahren sollte sie durch Planungsarbeiten revidiert werden, die sogar schon die kantonale Vorprüfung durchlaufen hatten. Mit Hochdruck haben Gemeindepräsidentin Sabine Anderegg, seit 2008 im Amt, und der Gemeinderat das Vorhaben nun wieder in Schwung gebracht.

«Es herrschte eine gewisse Unzufriedenheit in der Bevölkerung», sagte Anderegg an der zwanglos gestalteten Frage- und Antwortstunde zur Mitwirkung im Gemeindehaus. «Niemand wusste mehr recht, was in der Ortsplanung noch stimmte.» Es liege dem Gemeinderat am Herzen, die Wünsche der Mitbürger - wenn irgend möglich - zu erfüllen, bekräftigte sie.

Ländliche Wohngemeinde bleiben

Dass für ein kommunales Wachstum im Bucheggberg Rahmenbedingungen in Form von kantonalen Richt- und Nutzungsplänen sowie ein Strukturkonzept bestehen, weiss man in Kyburg-Buchegg. Deshalb erfolgen die Einzonungen in bescheidenem und massvollem Umfang. Der beteiligte Planer Kuno Eberhard (Büro BSB) hat errechnet, wie gross der Bedarf für die nächsten 15 Jahre sein könnte. Das planerische Leitbild sagt, dass man eine ländliche Wohngemeinde bleiben wolle, die sich nachhaltig verpflichtet, Nachteile für Umwelt und Kinder zu vermeiden.

Ausserdem ist man sich bewusst, dass das 340 Einwohner zählende Dorf mit der Schlossturm-Anlage über ein Ortsbild von regionaler Bedeutung verfügt. So soll der Blick auf den Burghügel möglichst nicht durch störende Bauten eingeschränkt werden. Deshalb schlägt der Gemeinderat eine Baulinien- und Baufeldverschiebung am unterhalb gelegenen Burgrain vor, mit der sich der nicht im Dorf lebende Eigentümer noch einverstanden erklären muss.

Insgesamt acht Parzellen

Da die Gemeinde am Anstieg zum Bucheggberg liegt, gibt es bebaute Grundstücke mit traumhafter Aussicht auf Limpachtal und Alpen. Aber auch die zur Einzonung vorgeschlagenen acht Parzellen haben viel zu bieten. Als wesentliche Bauzeile geplant ist eine zweite Häuserreihe mit aufwändiger Stichstrasse am Hang Richtung Küttigkofen, eine Arrondierung im Dorfkern und eine weitere am Huntelweg.

Aber ob sich alle Vorstellungen erfüllen, bleibt von der kantonalen Genehmigung abhängig. «Ausserdem können wir als Gemeinde die entsprechenden Erschliessungen nur gemäss unseren finanziellen Möglichkeiten gestaffelt vornehmen», zerstreut die Gemeindepräsidentin Hoffnungen auf einen schnellen Baubeginn.

Zudem werde die erneute kantonale Vorprüfung drei Monate in Anspruch nehmen, bevor die öffentliche Auflage mit nochmaliger Einsprachemöglichkeit erfolgt. In der Mitwirkungsphase bis zum 4. Mai erwartet Anderegg weitere Eingaben, an denen dann, wie sie verspricht, «mit Tempo gearbeitet wird».