Es ist entweder, der erbärmlichste Räuber oder das cleverste Raubopfer – vielleicht ein bisschen von beidem (siehe Video oben). 

Ein Mann betritt im Kapuzen-Shirt ein kleines Geschäft. Zielstrebig und eine Schusswaffe aus der Hosentasche ziehend, läuft er an der am Pult sitzenden Ladenbesitzerin und einer Kundin mit Kinderwagen vorbei hinter den Tresen.

«Hey!», interveniert die Frau. «Mach die Kasse auf», hört man den Räuber zu einer zweiten Mitarbeiterin hinter der Theke sagen. «Nein, mach nicht auf», befiehlt die Chefin, die sich zur Eingangstüre bewegt.

«F**k, ich steck hier fest»

Geistesgegenwärtig ruft sie die Kundin und ihre Mitarbeiterin zu sich auf die Bürgersteig. Der Räuber bemerkt zu spät, wie die Ladentüre von aussen mit Schlüssel verschlossen wird.

«Fuck, ich steck hier fest», stammelt er und irrt planlos im Raum umher. Dann schiesst er mit der Waffe auf das Türschloss, bis ihm die Munition ausgeht – vergeblich, die Türe bleibt auch nach mehreren Ramm-Versuchen und Tritten zu. «Fuck, ich geh in den Knast, Bro!» 

In seiner Verzweiflung versucht der Mann nun eine neue Taktik. Er klopft an die Scheibe und bittet die Laden-Mitarbeiterinnen um Vergebung. «Bitte! Bitte! Ich habe nichts! Bitte! Es tut mir Leid!», fleht er kniend mit gefalteten Händen. «Hilfe, bitte! Hilfe!»

Und er wird erlöst: Wenig später erscheint jedoch die Polizei und verhaftetet den Mann.

Falle gestellt und eingeschlossen

Der Kleinkriminelle kann sich trösten – er ist nicht alleine. So tappte folgender Einbrecher in eine Falle des Ladenbesitzers, die dieser nach mehreren Einbrüchen gestellt hat.

Einbrecher geht in Falle und steckt fest.

Und auch die geistesgegenwärtige Ladenbesitzerin aus dem ersten Video ist nicht als einzige hellwach. So schlich sich 2016 ein Handyladen-Besitzer in New Jersey bei einem bewaffneten Überfall durch den Hintereingang raus, den er verschloss. Danach zog er auf der Schaufenster-Seite das Schutzgitter nach unten. Die Räuber steckten in der Falle.

Erstaunlicherweise und mit viel Glück gelang den beiden aber dennoch die Flucht. Aufgrund einer fehlerhaften Priorisierung des Falls bei der Polizei, erschienen die Beamten erst 18 Minuten nach der Alarmierung. Die Räuber hatten es inzwischen dank Werkzeugen durch ein vergittertes Fenster ins Freie geschafft.

Manche Kriminelle sind aber noch stümperhafter. 2011 scheiterte ein junger Australier beim Einbruch in einer Bäckerei in einem Vorort von Melbourne kläglich. Durch ein Oberlicht gelangte er in einen verschlossenen Lagerraum/Büro des Geschäfts. Doch zu erbeuten gab es nichts, nicht einmal etwas gebackenes – denn die Bäckerei hatte über die Weihnachtszeit geschlossen.

Nun realisierte der junge Mann, dass er in den kleinen Raum festsass, denn das Oberlicht war viel zu hoch. Eine halbe Stunde lang stapelt er Kübel, um über sie an die Decke zu kommen – und stürzt immer wieder ab. 

Nach einem Hilferuf per Handy gelang ihm dann doch noch die Flucht aus der Falle. Allerdings nicht für Lange: Wegen der Bilder der Überwachungskamera konnte die Polizei den 19-Jährigen ermitteln.

Stümperhafter Einbrecher gefangen in einer Bäckerei.