Strassenrennen

Bis zu 95 000 Franken Busse für «Luxusraser»

Hohe Bussen für Raser (Symbolbild)

Hohe Bussen für Raser (Symbolbild)

Das Strassenrennen, das sich vor einem Jahr eine Gruppe von Chinesen auf der A 3 am Zürichsee geliefert hat, kommt diese teuer zu stehen. Das Bezirksgericht Horgen hat bedingte Geldstrafen zwischen 5400 und 95 000 Franken verhängt.

Die sechs Chinesen wurden zudem zu Bussen zwischen 600 und 10 000 Franken verurteilt.

Das Bezirksgericht geht von einem schweren Verschulden aus. Mit Tempi von bis zu 229 Stundenkilometern hätten die sechs Chinesen das Risiko eines schweren Unfalls in Kauf genommen.

Gegen die sechs Raser hat das Gericht bedingte Geldstrafen mit zweijähriger Probezeit verhängt. Konkret wurden sie zu 180 bis 200 Tagessätzen von je 30 bis 500 Franken verurteilt. Dies ergibt Geldstrafen von 5400, 10 000, 20 900, 21 600, 66 000 respektive 95 000 Franken.

Die unterschiedliche Anzahl der Tagessätze seien darin begründet, dass einzelne Angeklagte nebst der Geschwindigkeitsüberschreitung weitere Verkehrsdelikte begangen hätten. Die Höhe der Tagessätze widerspiegle zudem deren unterschiedlichen wirtschaftlichen Verhältnisse.

An der Raserfahrt im Mai 2008 auf der A 3 waren noch mehr Personen beteiligt gewesen. Drei von ihnen wurden bereits früher zu bedingten Geldstrafen und Bussen verurteilt.

Ob die Verurteilten die Strafen akzeptieren, ist noch unklar. Laut der Anwältin eines der Chinesen, sei es gut möglich, dass ihr Mandant das Urteil weiterziehe, insbesondere weil die Autos beschädigt worden seien, als sie bei der Zürcher Kantonspolizei eingelagert waren. Jugendliche waren 2008 in die Garage in Zürich eingebrochen und hatten "Auto-Scooter" gespielt.

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