Auf der Berninalinie zwischen Pontresina und Poschiavo verkehrt die Rhätische Bahn (RhB) wegen Lawinengefahr bis mindestens Sonntagmittag nicht mehr, wie sie mitteilte. Ebenfalls gesperrt bleibt die Albula-Linie, wo zwischen Bergün und Bever Lawinen die Geleise trafen. Gesperrt bleiben auch die Bündner Strassenpässe Maloja und Bernina.

Auf dem Strassennetz waren sowohl die San Bernardino-Achse wie auch die Gotthardautobahn und die Simplonstrasse von den Schneefällen betroffen. Geschlossen blieb bis mindestens am Abend die Simplonstrasse, wie die Verkehrsinformation Viasuisse mitteilte.

Die San Bernardino-Achse war zwischen Andeer und Roveredo bis Sam Mittag gesperrt. Sowohl die Autobahn A13 als auch die Kantonsstrasse waren betroffen. Die Kantonsstrasse blieb auch am Abend gesperrt. Die Gotthardautobahn A2 musste zwischen Airolo und Chiasso zeitweise für den Schwerverkehr gesperrt werden.

Ein Todesopfer gab es bei Schneeräumungsarbeiten auf der A2 bei Osogna TI. Ein 23-jähriger Mann war in der Nacht auf Samstag mit seinem Auto in einen Schneepflug gefahren und auf der Stelle tot.

Die SBB kämpfte vor allem im Tessin mit den Schneefällen. Auf der Alpensüdseite und im Maloja-Gebiet im Kanton Graubünden fielen 40 bis 80 Zentimeter Neuschnee, wie Daniel Gerstgrasser von MeteoSchweiz auf Anfrage sagte. Verspätungen von bis zu 30 Minuten mussten Reisende zwischen Brig und Domodossola in Kauf nehmen.

Für weite Teile des Alpengebietes besteht laut dem Schnee- und Lawinenforschungsinstitut (SLF) grosse Lawinengefahr. Dies entspricht der zweithöchsten von fünf Warnstufen. Sie galt für Samstag und bleibt auch am Sonntag bestehen.