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Biker drängen in den Wald

Die Regierung soll prüfen, wie der Wald von verschiedenen Interessengruppen möglichst fair genutzt werden kann. Dies verlangt eine Petition der Mountainbiker-Szene.

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Birgit Günter

Die Regierung soll prüfen, wie der Wald von verschiedenen Interessengruppen möglichst fair genutzt werden kann. Anstoss dazu gegeben hat eine Petition, die der Schweizerische Radfahrerbund im Dezember der Regierung übergeben hatte. Darin fordern die Biker, dass die Wanderwege auch für die Mountainbiker geöffnet werden. Benützen die Biker derzeit solche Wege, verstossen sie gegen Paragraf 10 des kantonalen Waldgesetzes.

Der Landrat hat diese Petition nun als Postulat mit 52 gegen 26 Stimmen an die Regierung überwiesen. Im gleichen Zug wurde ein Postulat von Felix Keller (CVP, Allschwil) mit 45 zu 32 Stimmen überwiesen. Keller fordert ein «Konzept für eine Nutzung von Wald und Flur».

«Verheerend für den Wald»

Ganz so unumstritten war die Sache aber nicht. Viele Votanten waren zwar dafür, dass die Regierung die Vorstösse anschauen soll, inhaltlich hingegen übten einige Kritik. «Die Petition der Biker geht viel zu weit», sagte etwa Rosmarie Brunner (SVP, Muttenz) stellvertretend für viele Parteikollegen. «Die Öffnung aller Wanderwege für die Biker wäre verheerend für den Wald», fuhr sie fort. Auch Christa Oestreicher (FDP, Aesch) mahnte: «Die Wälder dürfen sich nicht zu Fun- und Freizeitparks umwandeln.»

Georges Thüring (SVP, Grellingen), der bei Bekanntwerden der Petition flugs eine Art Gegenkomitee «Pro Wald» gegründet hatte, kündigte an: «Wir wehren uns mit allen uns verfügbaren Mitteln gegen eine Änderung des Waldgesetzes.»

Auslöser für die Petition war der neue Waldentwicklungsplan Schauenburg gewesen, bei dem die Gemeinde Arlesheim sämtliche Vorschläge der Biker abgeblockt habe. Die Biker betonen jedoch, jederzeit Rücksicht zu nehmen und nachvollziehbare Fahrverbote zu respektieren.