Bielersee

Bielersee-Drama: Sonderkommission verlangt Akteneinsicht im «Fall Zürich»

Die Sonderkommission interessiert sich für den Unfall auf dem Zürichsee.

Drama am Bielersee

Die Sonderkommission interessiert sich für den Unfall auf dem Zürichsee.

Die Ermittler im Drama auf dem Bielersee interessieren sich für den Bootsunfall auf dem Zürichsee - vor 17 Jahren. Damals wurde ein junges Paar im Schlauchboot von einem Motorboot überfahren. Auch in diesem Fall starb eine Frau.

Die Sonderkommission interessiert sich laut Recherchen von «Schweiz Aktuell» besonders für die damalige Tat-Rekonstruktion. Vor allem die Art und Weise, wie die Zürcher Behörden Spuren an der Schiffsschraube fanden, ist für die Berner Untersuchungsbehörden von grossem Interesse.

Die Sonderkommission soll den gesamten Untersuchungsbericht im Fall Zürich am Dienstag angefordert haben. Die Verantwortlichen wollten sich dazu nicht äussern.

Erschreckende Parallelen zum Bielersee-Drama
Hintergrund des Interesses der Berner Ermittlungsbehörden: Der Unfall des Gummibootes von 1993 auf dem Zürichsee weist erstaunliche Parallelen zum aktuellen Fall auf dem Bielersee auf. So fuhr ein Unbekannter damals auf das Gummiboot der 29-Jährigen Frau und ihres 31-Jährigen Freundes zu.

Mit einem Sprung ins Wasser versuchten sich die jungen Leute zu retten, doch die Frau kam in die Schiffsschraube. Ihr Freund konnte sie ans Ufer retten, die Frau verstarb wenig später im Spital.

Der Bootskapitän beging Fahrerflucht, die Polizei konnte ihn aber noch in der gleichen Nacht ausfindig machen. Der 58-jährige Bootsführer sagte aus, er habe keinen Zusammenprall bemerkt.

Mit einer aufwändigen Unfallrekonstruktion gelang es den Ermittlern, den Motorbootfahrer zu überführen. Die Ermittler fuhren mit dem Unfallboot über Tierkadaver, wobei ein heftiger Schlag zu spüren war. Schliesslich konnten auch Spuren von Knochensplittern an der Schiffschraube nachgewiesen werden. (muv)

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