Wintersport
Bewegung an der frischen Luft

Der Schnee lockt nach draussen – wer zu Hause bleibt über die Festtage sollte die Zeit für Sport an der frischen Luft nutzen. Schlitteln, Schneeschuhwandern oder ein Winterspaziergang sind möglich. Auch die Eisbahn ist bereits offen. Zum Skifahrer reichts vorerst nur in Lommiswil.

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Tourenski
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Solothurner Zeitung

Astrid Bucher

Noch ist in der Region kein Skilift in Betrieb. Nur gerade auf dem Grenchenberg wagt Betriebsleiter Tobias Freudiger eine sehr vorsichtige als auch eher optimistische Prognose: «Vielleicht können wir morgen Mittwoch die Skisaison eröffnen.» Der Betriebsleiter war gestern eifrig mit der Pistenpräparation des höchstgelegenen Skilifts der Region (+/- 1300 Meter über Meer) beschäftigt. «Es wäre nicht schlecht, wenn es noch etwas mehr Schnee geben würde», sagt Freudiger. Wenn es nicht allzu warm wird, geht seine Rechnung auf. Der Skilift Grenchenberg profitiere von der Pistenausrichtung gegen Norden: «Bei mässiger Westwindströmung sind wir im Vorteil gegenüber den anderen Liften in der Region.» Gestern war Freudiger mit dem Pistenfahrzeug unterwegs: Falls alles stimmt, würden heute Dienstag mehrere Leute von Freudiger aufgeboten, um die Piste fertig zu präparien.

Seit gestern bis auf weiteres in Betrieb ist der Skilift «Im Holz» in Lommiswil. Betriebszeiten: Werktags von 13.30 bis 16.45 Uhr, Sonntags von 10 bis 16.45 Uhr.

Pistenfahrzeug bleibt in der Garage

Noch ist auf dem Balmberg nicht ans Skifahren zu denken: «Leider konnten wir noch nicht mit der Pistenpräparation beginnen», sagt Bele Schmid, Betriebsleiter der Sportbahnen Balmberg auf Anfrage. Oben hätte es sogar weniger Schnee als im Tal unten: «Es hat alles ‹verluftet› - beim Kinderlift ist es zurzeit sogar grün», sagt Schmid. «Jetzt wäre natürlich die beste Zeit für die Pistenpräparation, denn die Leute sind Anfang Saison ‹giggerig› aufs Skifahren und nicht erst im März. Aber wir nehmen die Situation wie sie ist», so der Betriebsleiter. Der Wind war am Wochenende mit Spitzengeschwindigkeiten von 87 km/h einfach zu stark - auch etwas weiter östlich auf der Schwängimatt: «Bei uns ist der Schnee davongeflogen», sagt Jürg Lehmann, vom dortigen Skilift. «Die Löcher sind jetzt zwar gefüllt und wenn noch mehr Schnee fällt, sind wir innerhalb einem Tag bereit, um den Skilift in Betrieb zu nehmen - zurzeit ist das aber noch kein Thema.»

In Langenbruck ist man ebenfalls froh, um den gefallenen Schnee: «Wir wollen daraus eine gute Unterlage präparieren und hoffen auf Nassschnee», sagt Peter Hammer, Betreiber und Eigentümer der Skilifte Langenbruck. «Öffnen können wir die Lifte aber noch nicht», sagt auch er.

Schneeschuhwandern und Schlitteln

Muskelkraft ist also gefragt, bei all denjenigen die sich über die Festtage draussen sportlich betätigen möchten. Schlitten muss man den Berg hochziehen und sich anschliessend die Spur hinunter selber bahnen. Die Strasse auf den Weissenstein (Südseite) wurde gestern Vormittag zwar von Willy Niederberger vom Restaurant Sennhaus geräumt: Sie bleibt aber voraussichtlich bis am 26. Dezember geschlossen. «Wir sind darum bemüht, aus dem gefallenen Schnee das beste zu machen und die Schlittelbahn auf der Nordseite nach Gänsbrunnen zu präparieren», sagte Niederberger gestern auf Anfrage. «Es ist aber schwierig zu sagen, wie weit herunter der Schnee reicht und jetzt ist bereits wieder Tauwetter angesagt.» Wenn dann der Schnee liegen und die Temperaturen unten bleiben, stünden im «Sennhaus» sofort 50 grüne Schlitten zum mieten bereit.

Auf schmalen Kuven übers Eis gleiten

Ein sicherer Garant für Bewegung draussen ist ein Spaziergang - mit oder ohne Schneeschuhe oder Tourenskis - durch die verschneite Winterlandschaft. Noch sicherer ist ein Besuch auf dem Aussenfeld der Kunsteisbahn in Zuchwil. Schlittschuhlaufen ist nicht so schwierig wie es aussieht. Im Sportzentrum treffen sich seit den Achzigerjahren die Eislauf- und Hockey-Fans. «Die Eisbahn ist ein sozialer Treffpunkt», sagt Reto Lohrer, Geschäftsführer des Sportzentrums. «Sehr beliebt sind die Mittwoch- und Samstagnachmittage - am Sonntag haben wir Gäste über den ganzen Tag verteilt.» Weniger gefragt seien die Abende. Der Geschäftsführer ist aber zufrieden mit der Anzahl der Eisbahn-Besucher. «Mit rund 45 000 Eintritten pro Saison verbuchen wir in den letzten zehn Jahren konstante Zahlen», sagt Lohrer. Eine Zunahme konnte man bei der Schlittschuh-Miete feststellen: «Jedes Jahr müssen wir mehr Schlittschueh zukaufen - zurzeit haben wir 500 Paare hier.» Während der Saison stellen wir sogar jemande an, der 50 Prozent nur für die Schlittschuh-Wartung zuständig ist. Interessant sei, dass die Menschen immer grössere Schuhe verlangen. «Früher hatten wir Schlittschuhe bis Grösse 44, heute leben die Leute auf grösserem Fuss - Grössen bis 48 sind gefragt. Immer mehr Frauen fragen zudem nach Männer-Schlittschuhen», weiss Lohrer.

Wer gemütlichen und vor allem wärmereren «Outdoor-Sport» bevorzugt, kann im Sportzentrum Zuchwil auch vom Wellnesspool aus die Winterlandschaft geniessen. Das Warmwasser-Pool mit Sprudelliegen und Massagedüsen liegt draussen und ist übers Hallenbad (Extra Eintritt) erreichbar.