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Betrüger sammelte Geld in der Alterssiedlung

Schon zum zweiten Mal hat ein junger Mann im Namen des Fussballclub Biberist Geld gesammelt und dies vermutlich in seine eigene Tasche gesteckt. Der FC distanziert sich nun.

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Betrug

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Solothurner Zeitung

Pascal Mülchi

«Achtung, Achtung - jugendlicher Betrüger an der Haustüre», titelte am Donnerstag ein Anzeiger-Inserat. Nachdem bekannt wurde, dass ein junger Mann letzte Woche angeblich im Auftrag des FC Biberist Geld sammelte, wählte dessen Präsident, Manfred Grütter, die Flucht nach vorn. Er schaltete das eingangs erwähnte Inserat, mit dem er sich im Namen des Fussballclubs «in aller Form von diesen Betrügereien» distanzierte. Weiter betonte er darin, dass derzeit kein Vereinsmitglied und auch keine Junioren für den Verein Geld sammeln würden. Was war geschehen? Laut einer betroffenen Person hat ein junger Mann für die Juniorenabteilung, für eine 3-fach-Halle und viele andere Projekte an verschiedenen Haustüren Geld gesammelt

Spender fielen herein

Betroffen war offenbar vor allem die Alterssiedlung an der Blümlisalpstrasse. Zwei Fälle sind bestätigt, von bis zu sechs weiteren geht Grütter aus. «Der Junge hat - wie wir das jeweils bei unserem Passiveinzug auch machen - die Namen der Spender und den Betrag notiert», erklärt Grütter. Ein offizielles Dokument des Fussballclubs, wie das üblich wäre, hatte er allerdings nicht dabei. Die Spender fielen dennoch drauf rein.

Grütter hofft mit seinem Vorstoss an die Öffentlichkeit weitere Missbräuche verhindern zu können. «Denn ich habe keine Ahnung, ob der Betrug noch im Gange ist oder nicht.» Ausschliessen ob es sich um eine oder mehrere Personen handle könne er ebenso wenig, wie er wisse, ob es sich beim Schwindler gar um ein Mitglied des FC Biberist handle. Bei der Kantonspolizei Solothurn gingen bisher keine Meldungen ein.

Schon mal passiert

So bleibt einzig die Hoffnung, dass die Gaunerei ein Ende nimmt. Grütter befürchtet gar ein Image-Problem für seinen Club: «Solche Geschichten verunsichern die Leute. Insbesondere im Hinblick auf unseren nächsten, offiziellen Passiveinzug.» Weitere Massnahmen haben er und der FC Biberist (vorerst) nicht geplant.

Bereits vor einem halben Jahr war der FC Biberist mit einem ähnlichen Betrüger konfrontiert. Zur Rechenschaft konnte dieser nie gezogen werden.

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