Viele Schaulustige und Journalisten hatten sich beim Militärflugplatz in Payerne versammelt, um dem Jungfernflug des Solarflugzeugs beizuwohnen. Die "Solar Impulse" war schnell aufgestiegen und kreiste dann um den Flugplatz. Ihm laufe ein kalter Schauer über den Rücken, beschrieb Piccard seine Gefühle.

Der Testflug sollte zeigen, ob das Verhalten des Flugzeugs den Berechnungen und Simulationen entspricht. Denn die Flugleistung der "Solar Impulse" ist bis anhin noch völlig unerforscht. Das Solarflugzeug sei etwa sehr empfindlich gegen Wind und Turbulenzen, erklärte Piccard, der selber nicht geflogen ist.

Nach dem Flug gab sich das Solar-Impulse-Team zufrieden mit dem Verhalten des Solarflugzeugs in der Luft. Mit dem Testflug ist Piccard seinem Ziel, der 2012 geplanten Weltumrundung, nun einen wichtigen Schritt näher gekommen.

Das erste Solarflugzeug der Welt hat eine Spannweite von 63,4 Metern und wiegt dank dem Karbonfasergerüst lediglich 1600 Kilogramm. Auf der Oberfläche der Flügel sind 12'000 Silizium-Zellen eingelassen, die genügend Energie produzieren sollen, um die "Solar Impulse" auch während der Nacht in der Luft zu halten.