Mümliswil
Besinnung, Jass und Martinshorn

Mehr Gäste beim Brunch, dagegen weniger Teilnehmende an der Jassmeisterschaft – so lautet die Bilanz der Bundesfeier von Mümliswil-Ramiswil.

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Jassen

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Solothurner Zeitung

Alois Winiger

Traditionell bildete ein Wortgottesdienst den Auftakt zur Bundesfeier auf der Matte beim Schulhaus Brühl. Und weil Mümliswil derzeit ohne Pfarrer ist, übernahm die Liturgiegruppe Ramiswil mit Daniela Probst, Elisabeth Thomann und Christine Lisser die Gestaltung des besinnlichen Teils. Dazu sangen die Guldentaler Jodler passende Lieder. Im Anschluss meinte Gemeindepräsident Kurt Bloch, er habe nicht im Sinn, lange zu reden. Und über die Finanzkrise werde derzeit ohnehin schon genügend gesprochen. Aber es beschäftige ihn schon, wie die Freiheit missbraucht werde, wie man sich alles erlaube, um möglichst viel Geld zu verdienen. So war es denn Bloch ein besonderes Anliegen, jenen zu danken, die sich vor Ort für ein gemeinschaftliches Erlebnis wie die Bundesfeier engagieren.

Gemeint hatte Bloch damit zum einen die Kulturkommission, welche den Anlass jeweils organisiert. Zum andern die Musikgesellschaft Konkordia; sie sorgt mit ihren Mitgliedern für den reichhaltigen Brunch. Dazu hatten sich letztlich gegen 400 Personen auf dem Platz eingefunden. «Mehr als in anderen Jahren», sagte Daniel Nussbaumer, Präsident der Kulturkommission. Weniger Leute hingegen seien zur Jassmeisterschaft gekommen, die zum 17. Mal stattfand. Bei den 28 Jassenden ging Beat Bieli aus Mümliswil als Sieger hervor.

Dazwischen schräge Töne

Während des Wortgottesdienstes, kurz nach zehn Uhr, wurden die Leute aufgeschreckt durch die durchdringenden Töne des Martinshorns. Mit zwei Fahrzeugen rückte die Feuerwehr Richtung Ramiswil aus. «Gegen Abend sind wir noch einmal ausgerückt», sagte Feuerwehrkommandant Beat Hürzeler auf Anfrage. Beide Male war es jedoch ein Fehlalarm, ausgelöst in der Mühle Ramiswil. Man habe einen Gerätefehler ausfindig gemacht, der jetzt aber ausgemerzt sein sollte.