Wegen Umbaus

Berner Bären fahren mit dem LKW in die «Sommerferien»

Einer der drei Bären testet gleich das Eis im Juraparc in Vallobre

Einer der drei Bären testet gleich das Eis im Juraparc in Vallobre

Die drei Bewohner des Berner Bärenparks, Finn, Björk und Ursina, sind in die «Sommerferien» gefahren. Weil in ihrem Berner Zuhause Sanierungsarbeiten anstehen, verbringen die Tiere den Sommer in einem Tierpark in Vallorbe VD.

Dort sind die drei Bären am Mittag gut angekommen und haben bereits das rund 6000 Quadratmeter grosse Gehege in Beschlag genommen. Einer der Bären gönnte sich bereits ein Bad im Bassin auf dem Gelände.

"Wir sind sehr glücklich, die Bären hier zu haben und sie im Gehege herumstreifen zu sehen", sagte der Chef des Juraparcs in Vallorbe, Olivier Blanc auf Anfrage. Am frühen Morgen waren die Bären in Bern betäubt, in Transportkisten verbracht und mit einem Lastwagen ins Waadtland transportiert worden.

Gut gereist: Die Berner Bärenfamilie erkundet ihre Sommerresidenz.

Gut gereist: Die Berner Bären erkunden ihre Sommerresidenz.

Den Umzugstermin wollten die Bärenparkverantwortlichen geheim halten, um den Tieren möglichst wenig Stress zuzumuten. Am frühen Morgen war das Gelände beim Bärenpark abgesperrt. Last- und Kranwagen mit Tierboxen standen vor Ort, wie eine Journalistin der Nachrichtenagentur sda beobachtete.

Bauarbeiten

Mitte März war bekannt geworden, dass die Mauerkrone des Bärenparks wegen Erosionsschäden saniert werden muss. Gleichzeitig wird am Rande des Parks ein neuer Schräglift gebaut, um die Anlage am Aarehang behindertentauglicher zu machen.

Ursprünglich plante die Berner Stadtregierung, die Bauarbeiten auf zwei Jahre zu verteilen und die Bären in Bern zu belassen. Nachdem Bedenken laut wurden, werden nun aber alle Bauarbeiten im Sommer erledigt. Die Bären kommen so zu einem "Welschlandjahr" in Vallorbe. Dort bleiben sie voraussichtlich bis Ende September.

Diese Zeit wollen die Bärenparkverantwortlichen in Bern denn auch gleich noch nutzen, um die Gehege in Bern neu auszustatten, etwa mit besseren Klettermöglichkeiten, Liegeplätzen und neuer Bepflanzung.

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