Wie chinesische Staatsmedien berichteten, passierte das Unglück am Samstagabend in einer Grube im Kreis Yuncheng in der Provinz Shandong. Ein zunächst vermisster Bergmann konnte bei den Rettungsarbeiten lebend geborgen werden.

Der Bergschlag zerstörte Teile eines Abwassertunnels. Zu dem Zeitpunkt seien 334 Bergleute unter Tage gewesen, sagte laut Xinhua ein Experte der Shandong Energy Group, der die Kohlegrube gehört.

Die Belüftung sei über rund 200 Meter des beschädigten Teils des Schachtes wiederhergestellt worden. Doch fehlten noch weitere 50 Meter, berichtete die Staatsagentur Xinhua. Die Suche nach den Vermissten werde zudem durch herabfallende Felsen behindert.

Unter Bergschlag werden schlagartige Spannungsentladungen der Gesteinsschichten als Folge des Bergbaus verstanden. Solche Bewegungen und Zusammenbrüche in Gesteinshohlräumen zählen zu den schwer vorhersehbaren und lebensbedrohlichen Gefahren des Bergbaus. China ist der weltgrösste Produzent und Konsument von Kohle.

Ohnehin gelten Chinas Gruben als die gefährlichsten der Welt. Jedes Jahr kommen Tausende Kumpel ums Leben - im Verhältnis mehr als in anderen Teilen der Welt. Häufig werden schlechte Sicherheitsvorkehrungen, mangelnde Aufsicht und auch Vetternwirtschaft mit lokalen Behörden angeprangert. Über viele Unglücke wird nicht einmal berichtet.