Organist

Bereits mit 17 Jahren Organist

Mit 17 Jahren Organist: Alexander Schüepp in der katholischen Kirche Zufikon.

Alexander Schüepp

Mit 17 Jahren Organist: Alexander Schüepp in der katholischen Kirche Zufikon.

KV-Lehrling Alexander Schüepp spielt Saxofon und hört Punk-Rock. Noch lieber setzt er sich in einer Kirche an die Orgel und spielt. Für ihn ein unwahrscheinliches Gefühl.

Barbara Vogt

Über den Besuch der Sommerreporterin freut sich Alexander Schüepp. Auch wenn er erst wenige Minuten zuvor von ihrem Besuch erfahren hat. Seine Mutter rief an: «Mein Sohn wurde kürzlich zum Kirchenmusiker diplomiert. Das wäre doch eine schöne Gesichte.»

Das Bauernhaus, in dem Alexander Schüepp in Zufikon wohnt, steht gleich neben der katholischen Kirche. Zufall für den jungen Organisten? «Überhaupt nicht, das ist mein Elternhaus, hier bin ich aufgewachsen.»

In dieser Kirche wie auch im Kloster Hermetschwil spielt der Banklehrling als Aushilfe an Gottesdiensten Orgelmusik. An einer Orgel zu sitzen, sei für ihn ein unglaubliches Gefühl.

«Die Orgel hat viele Töne - feine, laute, kräftige Bässe. Diese Vielfalt fasziniert mich. Auch auf einer Orgel kann man in die Pedale treten. Das geht unter die Haut», sagt er und lacht. Nach dem Orgelspiel fühle er sich erschöpft, die Koordination zwischen Händen und Füssen erfordere viel Konzentration.

Nebst der Orgel spielt Alexander Schüepp Saxofon. Und er fährt auf Punk-Rock ab: «Die ‹Ärzte› sind meine Lieblingsband. Da kann ich mich richtig abreagieren.»

Einsatz verpasst

Das Diplom zum diplomierten Kirchenmusiker hat der 17-Jährige als einer der jüngsten Teilnehmer in der Kirchenmusikschule Aargau in Wettingen erworben. Während eines zweijährigen Kurses befasste er sich mit Orgelbau, Hymnologie, Liturgik, Gesang.

Während der Gottesdienste achtet Alexander Schüepp auf richtige Einsätze. Einmal «verschlief» ers doch. Da fragte ein Kirchengänger: «Hatte der Organist ein Bier zu viel?»

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