Spielplatz

Bereits die Arbeiten als Kinderspiel

Ein Piratenschiff, ein Kletterbereich und ein Sandkasten mit direktem Wasserzufluss: Mit den Arbeiten für die Umgestaltung der «Chrüzacher»-Aussenanlage in Dietikon soll in der kommenden Woche begonnen werden – unter Mithilfe von Kindern und ihren Eltern.

Matthias Kessler

Den Wunschspielplatz selber bauen? Kein Problem beim «Chrüzacher» in Dietikon. Die städtische Freizeitanlage lädt Kinder und Erwachsene vom 22. bis 25. April zu einer «Baustellen-Ferienwoche» ein, während der an der Umgestaltung des Aussenbereichs gearbeitet werden soll. Dazu kommen einzelne «Baustellen-Familienarbeitstage» am 25. April, 9. und 16. Mai sowie das Angebot einer «Baustellengruppe», deren Einsatz jeweils an den Mittwochnachmittagen im Mai und Juni geplant ist.

Man wolle die Kinder in die Arbeiten einbeziehen, sie sollten sich und ihre Ideen einbringen können, sagt Peter Stierli, Leiter Jugend und Freizeit der Stadt Dietikon. Stadtpräsident Otto Müller spricht von einem «innovativen Projekt», das «einen Begegnungsort für Familien» schaffe.

Die nun anstehende Neugestaltung der «Chrüzacher»-Aussenanlage geht auf den Anfang des Jahres 2007 zurück. Damals wurde ein Spielgerätelieferant beauftragt, den Zustand der in die Jahre gekommenen Gerätschaften zu analysieren. Dieser riet von einer Revision ab, da die Sicherheitsnormen auch nach einer Aufbesserung nicht mehr hätten erfüllt werden können.

Daraufhin beschloss das Team der Freizeitanlage, sich grundsätzliche Gedanken für eine Neugestaltung zu machen. Dazu wurde mit den verschiedenen Interessengruppen, darunter die Besucher- und auch die Nachbarschaft, im November 2008 ein Workshop durchgeführt.

Erste Etappe kostet 95 000 Franken

Gewünscht wurde im Rahmen dieser Diskussionsrunde «eine naturnahe, kinderfreundliche und erlebnisreiche Aussenanlage», wie die Stadt in ihrem offiziellen Communiqué zur Umgestaltung ausführt. Nur vereinzelt sollten fixe Geräte installiert werden, darunter ein Sandkasten mit direktem Wasseranschluss oder ein Grillplatz, geäussert wurde auch die Idee eines Pferde-Trecks innerhalb der Anlage; heute wird das Reitangebot bei der Rossweid einige Meter entfernt vom «Chrüzacher» angeboten.

Einige dieser Wünsche sollen nun, mit Unterstützung interessierter Kinder und Eltern, ab der kommenden Woche und bis im Juni umgesetzt werden. Vom Eingang her gesehen, soll rechterhand entlang eines kleinen Hügelzugs eine Feuerstelle mit Sitzgelegenheiten wie Steinblöcken und einem Holzstamm entstehen.

Gleich daneben ist die Einrichtung eines Sand- und Steinbereichs vorgesehen, der über eine von den Kindern zu bedienende Pumpe bewässert werden kann. Ein paar Schritte weiter sieht das Projekt die Einrichtung einer interaktiven Spielzone vor, in der die älteren Kinder an einem Piratenschiff bauen können. Abgeschlossen wird dieser Teil der Anlage schliesslich mit einer Kletterbereich.

Für die Projektierung und für die Umsetzung dieser ersten Etappe der Neugestaltung wurde und wird Spielplatzbauer Toni Anderfuhren hinzugezogen; der Stadtrat hat für die Ausführung der Arbeiten bereits einen Kredit in Höhe von 95 000 Franken bewilligt.

Zudem wurden laut Peter Stierli verschiedene Stiftungen angeschrieben mit der Frage, ob allenfalls zusätzliche Verbesserungen wie beispielsweise ein Sonnenschutz für den Sandbereich finanziert würden, so unter anderem die Krebsliga. Der Wermutstropfen für die Besucherinnen und Besucher: Aufgrund erhöhter Unfallgefahr muss der rechte Teil der Aussenanlage während der Bauarbeiten gesperrt werden.

Noch besteht Klärungsbedarf

Eine zweite Etappe, die später realisiert werden soll, betrifft den hinteren Teil der Anlage - jenen Teil, der zur Bremgartnerstrasse hinausführt. Neben einem Pferde-Treck sind hier zusätzliche Spielgeräte wie Schaukeln oder ein Rondell geplant. Ebenso sollen hier das Aufstellen einer Skulptur sowie das Einrichten eines Warendepots möglich sein.

Ob mit den Bauarbeiten tatsächlich bereits in der nächsten Woche begonnen werden kann, steht noch nicht definitiv fest. Noch, so Stierli, sei man im Gespräch mit einer Person aus der Nachbarschaft, mit der noch Klärungsbedarf bestehe. Die Durchführung der verschiedenen Baustellen-Kurse sei jedoch nicht gefährdet; notfalls könnten zunächst kleinere Arbeiten an die Hand genommen werden.

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