Dies berichtete am Sonntag die Tageszeitung "La Jornada". Ausserdem seien 3700 Kinder zu Waisen geworden. Unter den Todesopfern seien Säuglinge von zwei Monaten, aber auch Jugendliche im Alter bis zu 16 Jahren.

Der mexikanische Präsident Felipe Calderón hatte der organisierten Kriminalität und insbesondere den mächtigen Drogenkartellen bei seinem Amtsantritt im Dezember 2006 den Kampf angesagt und die Streitkräfte mobilisiert. Seitdem wurden rund 12'000 Personen getötet.

Von den getöteten Kindern standen den Angaben des Verteidigungsministeriums zufolge 427 in Diensten der organisierten Kriminalität. 110 Kinder starben, weil sie zwischen das Feuer der Banden gerieten. Und 73 kamen bei Anschlägen auf ihre Familien ums Leben.

Trotzdem macht die mexikanische Regierung im Kampf gegen die sich bekriegenden Drogenkartelle des Landes offenbar Fortschritte. In den ersten drei Monaten des Jahres 2009 sei die Zahl der Toten in dem Konflikt im Vergleich zum vierten Quartal des Vorjahres um 26 Prozent gesunken, teilte der Nationale Sicherheitsrat am Sonntag (Ortszeit) mit.

Demnach wurden von Anfang Januar bis Ende März 1960 Menschen in dem Drogenkrieg getötet. Von Oktober bis Dezember 2008 seien 2644 Menschen ums Leben gekommen.

Den Angaben des Nationale Sicherheitsrats zufolge ist vorallem in der bislang besonders von den Gewalttaten der Drogenbanden heimgesuchten Grenzregion zu den USA die Zahl der Morde gesunken. In der mexikanischen Kriminalitätshochburg Ciudad Juárez sank die Zahl der Toten durch den Konflikt in den angegeben Zeiträumen von 547 auf 331.

Die mexikanische Regierung hatte im Februar weitere 5000 Soldaten in die Grenzstadt geschickt, um die Gewalt dort in den Griff zu bekommen. Im vergangenen Jahr wurden in Mexiko im Zusammenhang mit den Kämpfen der Drogenkartelle untereinander mindestens 5300 Menschen ermordet.