Bellikon erhält von Widen Trinkwasser

Bellikon erhält von Widen Trinkwasser

Bellikon erhält von Widen Trinkwasser

Die Abgeordnetenversammlung des Wasserverbandes Mutschellen stimmte dem Wunsch der Gemeinde Bellikon zu, täglich rund 200 000 Liter Wasser zu beziehen.

Bellikon möchte seine Wasserversorgung breiter abstützen und hat deshalb an der letzten Gemeindeversammlung einem Kredit über 1,6 Mio. Franken zugestimmt, damit die Reservoirs in Bellikon und Widen zusammengeschlossen werden können. Damit ist es der Gemeinde möglich, etwa die Hälfte des Jahresverbrauchs vom Regionalen Wasserverband Mutschellen (RWVM), zu dem die Gemeinden Berikon, Oberwil-Lieli, Widen, Rudolfstetten und Zufikon gehören, zu beziehen.

Das entspricht einer täglichen Menge von rund 200 000 Liter Wasser. Nachdem auch die Abgeordnetenversammlung dem Projekt seine Zustimmung gegeben hat, steht einer Umsetzung nichts mehr im Weg. Die Bauarbeiten werden im Februar oder März 2011 beginnen, da die Strecke rund 2,7 Kilometer über landwirtschaftliches Gebiet verläuft und deshalb der Baubeginn im Winter sinnvoller ist. Die Anlage ist laut Planung ab Oktober 2011 betriebsbereit.

Vier Optionen

Zu Diskussionen hat der Kreditantrag für die Umlegung der Wasserleitung im Reservoir Michelholz-Rainäcker in Widen geführt. Die Versorgungsleitung ist rund 40 Jahre alt und muss deshalb ersetzt werden, will man das Risiko eines Rohrbruchs klein halten. Das Auswechseln der Leitung ist Teil des Sanierungsplans, der 2009 verabschiedet wurde. Die verschiedenen Probleme, die sich stellen, sollen nach einer klaren Prioritätenliste angegangen werden. Da momentan die Rohre durch eine Bauzone führen, muss bald eine neue Lösung gefunden werden.

Der Versammlung wurden vier verschieden teure Optionen zwischen 190 000 und 1 Million Franken präsentiert. Da manche der vorgestellten Varianten eventuell durch schwierigen Baugrund führen würden, hat man sich darauf geeinigt, ein geologisches Gutachten einzuholen. Die Gemeinde Widen hat parallel zu der Leitung des RWVM ebenfalls eine Wasserleitung, die zugleich mit der des RWVM umgelegt werden soll. Die Gemeindeversammlung muss dem Projekt ebenfalls zustimmen, bevor es in Angriff genommen werden kann.

Gesamtes Netz überprüfen

Bruno Stutz informierte die Abgeordneten über die laufenden Leitungsprüfungen, die ebenfalls Teil des Sanierungsplans sind. Es wurde ein Verlust von etwa zwei Prozent festgestellt, was vergleichsweise niedrig ist. Trotzdem möchte man die Verluste weiterhin reduzieren und ist deshalb seit längerem dabei, das gesamte Netz zu überprüfen, um einen Überblick über den Gesamtzustand zu erhalten. Streckenabschnitte, bei denen ein Verlust festgestellt wurde, werden mit Druckluft gefüllt und mit einem hochempfindlichen Mikrofon abgehört, wo sich ein Leck befindet. Bis jetzt wurde ein solches Leck gefunden.

Das von Präsident Heinrich Römer vorgestellte Budget sieht einen Aufwand von 1,5 Mio. Franken vor. Es wurde genehmigt. (kob)

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