Die Geschäftsführung habe zwei Bedingungen für die Freilassung erfüllt, die Bezahlung von drei Streiktagen und Verhandlungen über die Bezahlung bei Kurzarbeit, sagte Gewerkschaftsvertreter Pierre Piccarreta.

Mit Vertretern des europäischen Firmensitzes von Caterpillar in Genf und des US-Mutterkonzerns seien nun weitere Verhandlungen geplant. Caterpillar Frankreich bestätigte, dass die Beschäftigten drei Streiktage bezahlt bekämen.

Mehrere Dutzend Mitarbeiter des Caterpillar-Werkes im südfranzösischen Grenoble hatten am Vortag fünf Manager in einem Büro festgesetzt, um damit gegen den geplanten Stellenabbau zu protestieren. Einen der Chefs liessen sie aus medizinischen Gründen nach mehreren Stunden gehen.

Mit der Zuspitzung der Wirtschaftskrise häufen sich in Frankreich kurzzeitige Betriebsbesetzungen und kurzfristige Geiselnahmen von Topmanagern. So wurden auch der Chef von Sony France und ein Manager des Pharmaunternehmens 3M über Nacht im Betrieb festgesetzt; andere Manager wurden von Gewerkschaftern gezwungen, an Protestmärschen teilzunehmen.

Caterpillar France hatte im Februar angekündigt, dass in dem Werk in Grenoble und in einem zweiten französischen Werk jede vierte der 2800 Stellen abgebaut werde.