Ortsbus

Bekommt Möhlin bald einen Ortsbus?

Bald ein Ortsbus für Möhlin?

Bald ein Ortsbus für Möhlin?

Die Gemeinde Möhlin wächst kontinuierlich. Das lang gezogene Dorf im unteren Fricktal zählt bald 10 000 Einwohner. Mit dem Wachstum verbunden sind unter anderem auch Verkehrsprobleme. Eine Lösung wäre ein Dorfbus.

Lilly-Anne Brugger

Die Gemeinde Möhlin ist aus zahlreichen Weilern entstanden, die im Laufe der Jahre immer mehr zusammengewachsen sind. So lässt sich auch die lang gestreckte Form der Gemeinde erklären: Möhlin ist gut vier Kilometer lang, aber nur rund einen Kilometer breit.

Aussenquartiere erschliessen

Da sich die Gemeinde Möhlin nicht aus einem Dorfkern
heraus entwickelt hat, fehlt ein typisches Dorfzentrum. Die verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten und Handwerksbetriebe sind übers ganze Dorf verteilt. Wer nicht zu Fuss oder mit dem Fahrrad einkaufen kann, ist aufs Auto angewiesen und dies führt zu mehr Verkehr innerhalb der Gemeinde. Dieses Problem lösen könnte ein Dorfbus, der die Aussenquartiere mit den Einkaufsmöglichkeiten verbindet. «Wir werden prüfen, ob sich das Einrichten eines Dorfbusses lohnt», sagt Gemeindeammann Fredy Böni. Für ihn ist klar, dass dies ein Ziel ist, das in den nächsten vier Jahren in Angriff genommen werden soll. «Wenn sich Möhlin in diesem Tempo weiter-
entwickelt, wird auch ein Dorfbus immer wichtiger», so Böni.

Vorteil für die Bevölkerung

Schon seit einiger Zeit gibt es in Möhlin zwei Buslinien. Einerseits die Buslinie 88, die den Ortsteil Ryburg mit dem Bahnhof Möhlin verbindet und bis nach Rheinfelden führt. Andererseits die Buslinie 89, die ab Bahnhof Möhlin bis ins Wegenstettertal fährt. So sind die äusseren Wohngebiete von Möhlin, beispielsweise der Bata-Park und die umliegenden Quartiere, relativ gut mit dem öffentlichen Verkehr verbunden. Davon profitieren Pendler, aber auch Schüler, die in den Nachbarkantonen weiterführende Schulen besuchen. Doch um innerhalb des Dorfes Möhlin von einem Ort zum anderen zu kommen, eignen sich diese beiden Buslinien weniger. Gerade hier soll ein Dorfbus ansetzen. «Zum Beispiel ältere Menschen werden nur in Möhlin bleiben und sich hier wohlfühlen, wenn sie auf einfache Art und Weise die nötigsten Dinge im Dorf erledigen können», erklärt Böni. Verbindet ein Ortsbus die Aussenquartiere von Möhlin mit den Einkaufsmöglichkeiten im Dorf, wäre dies eine grosse Erleichterung – nicht nur für die ältere Bevölkerung. Auch die restliche Bevölkerung würde von einem Ortsbus profitieren, ist Böni überzeugt.

Teil des Legislaturprogramms

Wie dieser Ortsbus finanziert werden könnte, muss in den nächsten Jahren abgeklärt werden. Sicher ist, dass die Gemeinde alleiniger Träger des Busses würde und nicht auf Unterstützung vom Kanton rechnen könnte. Deshalb müssen auch die Vor- und Nachteile eines Ortsbusses genau abgewogen werden. «Eine Verkehrszählung, die Schüler aus Möhlin durchgeführt haben, zeigt, dass Handlungsbedarf vorhanden ist», sagt Gemeindeammann Böni. Die Schüler werden dieses Jahr nochmals eine Verkehrszählung durchführen, damit die Gemeinde Vergleichswerte zur Verfügung hat. Doch Böni ist überzeugt, dass die Idee «Ortsbus» bereits nach der Klausurtagung, die der Gemeinderat im Frühling durchführt, ins Legislaturprogramm der Gemeinde Möhlin aufgenommen wird.

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