Barbara Vogt

Über drei Jahre sind vergangen, seit der Souverän über die Platzaufwertung beim Centralschulhaus für 1,4 Millionen Franken abgestimmt hat (vgl. Box). Inzwischen haben sich die Wogen um die Fällaktion der Linden gelegt: Heute schmücken junge Linden das Schulhaus - und die Reinacher stehen vor einer erneuten Abstimmung über die Platzgestaltung. Den Projektierungskredit für den neuen Studienauftrag haben sie 2007 genehmigt.

Fünf Landschaftsarchitekten reichten ihre Ideen ein, das Projekt «Knäuel» des Architekturbüros Schweingruber Zulauf aus Zürich obsiegte. 1,6 Millionen soll die Gestaltung kosten, rund 200 000 Franken mehr als das erste Vorhaben.

Laut Gemeinderat erfüllt «Knäuel» die Bedürfnisse für die Nutzergruppen am besten. «Der neue Platz ist auch

Begegnungsort für die Bevölkerung. Wir können hinter dem Projekt stehen», sagte Gemeinderat Bruno Rudolf am Informationsabend für die Parteien. Das denkmalgeschützte Centralschulhaus soll auf einen Sockel gestellt wer-den, dieser wird mit einer Kalksteinbetonstützmauer abgeschlossen. «Mit dem Sockel hebt sich das Schulhaus gebührend ab, dem Gebäude wird die nötige Ehre erwiesen», so Rudolf. Gleichzeitig dient die Plattform den Schülern als Sitzgelegenheit.

Zwischen dem Centralschulhaus und dem Saalbau soll ein Platz aus Kies mit mehreren so genannten «Knäueln» entstehen: Gruppierungen mit 18 schirmförmigen Linden, runden Betonsitzbänken, Wasserbecken und Schattendächern. Damit schaffe man für Schüler, Einwohner und Saalbaubesucher einen einladenden Ort. Und das Kies würde einen natürlichen Ausgleich zu den Asphaltplätzen schaffen.

Das Kies löste bei den Parteivertreten eine kurze Diskussion aus. Ob es nicht Alternativen dafür gäbe?, fragte René Kunz von den Schweizer Demokraten. Damen mit Stöckelschuhen würden im Kies doch bestimmt einsinken.

Fragen gabs auch zu den Parkplatzmöglichkeiten, die mit der Neugestaltung schwinden. Während einer Saalbau-Veranstaltung könne, so Rudolf, entlang der Ostfassade parkiert werden. Der östliche Pausenplatz erfülle zudem eine Doppelfunktion: Am Tag ist er Spielplatz, am Abend Parkplatz.

Jugendarbeit, Budget 2010

Der Gemeinderat informierte über weitere Traktanden: Die Regionale Jugendarbeit Wynental soll um ein Jahr verlängert werden, weil der Versuchsbetrieb von zwei Jahren zu kurz war. Die beteiligten Gemeinden im Wynental, darunter auch Reinach stimmen über die Verlängerung des Versuchsbetriebs bis 31. Dezember 2010 ab.

Der Steuerfuss wird bei 116 Prozent belassen. Die Wirtschaftskrise wirke sich auf den Steuerertrag aus, sagte Gemeindeammann Martin Heiz. 2010 rechnet man mit einer Million Franken weniger Aktiensteuern. Ausserdem ist ein Aufwandüberschuss von 640 000 Franken
budgetiert.