Susanne Hörth

Im Juni ärgerte sich SVP-Grossrat Christoph Riner aus Zeihen über den von Tourismus Aargau herausgegebenen Flyer «Durch Zeit und Raum im Aargau». Der Ärger des Zeihers bezog sich nicht auf die Herausgabe der neuen Broschüre, sondern vielmehr auf das darin nicht Enthaltene. Denn der Bezirk Laufenburg sei mit keiner seiner zahlreichen Sehenswürdigkeiten vertreten, so Riner.

Er reichte eine von 23 Ratsmitgliedern mitunterzeichnete Interpellation im Grossen Rat ein. Der Zeiher wollte vom Regierungsrat wissen, wie dieser dazu stehe, dass eine ganze Region in der neuen Schrift total ausgeschlossen worden sei. In seiner Antwort erklärt der Regierungsrat, dass dem nicht so sei. So führe der erwähnte Kulturweg Via Rhenana durch den Bezirk Laufenburg.

Zudem seien der Verkehrsverein Laufenburg wie auch die Geschäftsstelle dreiklang.ch mit ihrer vollständigen Adresse auf dem Internetlink aufgeführt. Dazu meint Christoph Riner gegenüber der AZ: «Ein Link auf eine Internetseite ist nicht unbedingt das, was Leute, wenn sie den Flyer unterwegs zur Rate ziehen, bevorzugen.»

Sauriermuseum nicht erwähnt

Der Regierungsrat stellt in seiner Antwort an Riner gleichwohl fest, dass tatsächlich einzelne Regionen in der neuen Broschüre nicht vertreten seien. Dies sei bedingt durch die für den Prospekt angewandten Auswahlkriterien.

Dass beispielsweise das Sauriermuseum in Frick nicht aufgeführt ist, hängt mit dessen beschränkten Öffnungszeiten zusammen. Das Museum ist nur sonntags geöffnet. Hier meint Riner, man hätte doch durchaus im Flyer das Sauriermuseum mit seinen eingeschränkten Öffnungszeiten erwähnen können.

Angesprochen darauf, ob der Bezirk Laufenburg als bevölkerungsmässig kleiner Bezirk bewusst geschnitten werde, erklärt der Regierungsrat: «Generell kann nicht davon gesprochen werden, dass bevölkerungsmässig kleinere Gebiete benachteiligt werden.» In Bezug auf den Tourismus sei festzuhalten, dass der Bezirk Laufenburg in anderen Printprodukten von Aargau Tourismus durchaus vertreten sei.

Mehrbeachtung der kleinen Regionen

Riner wollte vom Regierungsrat auch wissen, ob es bei einer Neuauflage der Broschüre eine ausgeglichene Verteilung der Sehenswürdigkeiten und Angebote auf alle Bezirke und Regionen gebe? Darauf die Antwort: «Die Berücksichtigung der verschiedenen Regionen ist für Aargau Tourismus ein grosses Anliegen und wird immer auch in die Überlegungen einbezogen. Aus thematischen Gründen ist eine ausgeglichene Verteilung der Sehenswürdigkeiten auf die Regionen aber nicht bei jeder Publikation im gleichen Ausmass möglich und sinnvoll.»

Zurzeit ist eine Neuauflage des Flyers «Durch Zeit und Raum im Aargau» nicht geplant. Letzteres verlangt Christoph Riner auch nicht. Ihm ist es vielmehr ein grosses Anliegen, für die Region und ihre touristischen Sehenswürdigkeiten vermehrt zu sensibilisieren. «Mit meiner Interpellation habe ich zum Diskutieren angeregt.»

Er ist sich sicher, dass künftig mehr darauf geachtet wird, dass kleinere Regionen bei touristischen Werbeaktionen mehr in die Überlegungen einbezogen werden. «Grundsätzlich habe ich mein Ziel erreicht. Ausserdem setze ich auch mein Wahlversprechen um. Das Fricktal liegt mir am Herzen, ich setze mich aktiv für diese Region ein.»