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Bauarbeiter werden das Feld bald räumen

Bürer und Bürerinnen dürfen sich in diesem Jahr zu recht auf Weihnachten freuen. In anderthalb Wochen sollen Bahnhofstutz und -kreisel befahrbar sein – zwar nur für kurze Zeit. Ab Januar wird die zweite Etappe der Umfahrungsstrasse in Angriff genommen.

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Büren

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Solothurner Zeitung

Jürg Amsler

«Wir arbeiten darauf hin, dass über Weihnachten und Neujahr die Zufahrt zum Bahnhof wieder über den Bahnhofstutz möglich ist. Der Kreisel beim Bahnhof ist betoniert. Es müssen jetzt noch Anschlüsse erstellt werden.» Jürg Hunziker, zuständiger Projektleiter vom Oberingenieurkreis III Seeland-Berner Jura, ist mit dem

Baueingabe vorbereiten

Gleichzeitig mit dem Bau der Umfahrung Bahnhofstrasse wird von den Baubehörden Büren am Projekt Gestaltung öffentlicher Raum im Stedtli gearbeitet. Nach dem öffentlichen Mitwirkungsverfahren folgt gemäss Herbert Kocher der nächste Schritt: «Bauverwaltung und Planer sind daran, die Baueingabe vorzubereiten.» Ziel sei, wenn die Stedtliumfahrung dem Verkehr übergeben ist, dass die flankierenden Massnahmen zum Teil ebenfalls erstellt sind - vor allem die Osteinfahrt ins Stedtli (wir berichteten). (sl)

Der Projektleiter ist fest überzeugt, dass das Programm durchgezogen werden kann, dies obwohl der Kanton sparen muss: «Wir haben einen Gesamtkredit genehmigt erhalten. Es geht darum, diesen auf die diversen Bauprojekte zu verteilen. Büren steht mit seiner Umfahrungsstrasse ganz oben auf der Prioritätenliste.»

Ab Januar auf der Bahnhofstrasse

Die Freude der Bürer und Bürerinnen - und aller anderen Verkehrsteilnehmer, die im Stedtli unterwegs sind - ist aber nur von kurzer Dauer. «Im Januar wird die zweite Bauetappe in Angriff genommen. Auf dem Teilstück vom Bahnhof bis zur Trappeten werden erst die Werkleitungen eingebaut. Nachher folgt der eigentliche Strassenbau.» Jürg Hunziker erklärt, was im nächsten Jahr auf die Tief- und Strassenbauer wartet. Bevölkerung und Anwohner werden mit ungewohnten Verkehrssituationen leben müssen. Hunziker: «Wir wollen die Bahnhofstrasse im Baustellenbereich so lange wie möglich einspurig offen halten. So kann verhindert werden, dass sämtlicher Verkehr durchs Stedtli rollen muss.»

Nagelprobe steht noch bevor

«Noch zwei Jahre, bis die Umfahrung Bahnhofstrasse fertig gebaut ist, müssen wir mit einem Chaos auf unseren Strassen leben.» Gemeinderat und Bauvorsteher Herbert Kocher kennt die Probleme, die der Verkehr - vor allem zu Stosszeiten - dem Stedtli und seinen Bewohnern beschert. «Wir beobachten die Situation ständig und sind daran, geeignete Massnahmen zu treffen. Dass es morgens und abends zu längeren Staus und Wartezeiten kommt, ist nicht zu vermeiden. Ebenso, dass zu gewissen Zeiten einzelne Quartiere temporär mit Mehrverkehr auskommen müssen.» Kocher weiss auch, dass es im kommenden Sommer noch happiger wird: «Im Juli, zu Beginn der Schulferien, soll der Kreisel an der Aarbergstrasse gebaut werden.» Während dieser Zeit muss der Transitverkehr umgeleitet werden. Welches Regime zur Anwendung kommt, wird der Bevölkerung rechtzeitig mitgeteilt.»

Zumutbare Situation

Auch die Bauherrschaft der Umfahrungsstrasse weiss von den Zuständen, über die sich viele Bürer und Bürerinnen nerven. Jürg Hunziker, will nichts beschönigen, gibt aber zu bedenken: «Die Wartezeiten beim morgendlichen Berufs- und beim Feierabendverkehr sind durchaus zumutbar. In der Stadt Biel zum Beispiel gehören solche Staus zum Alltag.» Sollte es beim Nadelöhr Holzbrücke trotz Lastwagenverbot zum totalen Kollaps kommen und sich die ungeliebte Situation damit verschlimmern, dann hat Hunziker noch einen Pfeil im Köcher: «In diesem Fall kommen wir nicht darum herum, den Verkehr vor dem nördlichen Brückenkopf und der Einmündung des Zollrains in die Hauptgasse mit einem Verkehrsdienst zu regeln.»