Basellandschaftlichen Pensionskasse (BLPK)

Bau ist bereits gestartet – Baselbieter Pensionskasse erhält neue Heimat

Endlich. Die jahrelange Suche hat ein Ende. Die BLPK hat eine Lösung für ihre Platzprobleme gefunden.

Von Daniel Ballmer

«Die Anlagestiftung Avadis baut auf eigenes Risiko», stellt Hans Peter Simeon klar. Wiederholt betont der Geschäftsleitungsvorsitzende der Basellandschaftlichen Pensionskasse (BLPK), dass noch kein Mietvertrag unterzeichnet sei. Doch eigentlich scheint alles klar zu sein. Alles spricht dafür, dass die seit Jahren von Platznot geplagte Pensionskasse auf eine Liegenschaft neben der Elektra Baselland (EBL) in Liestal umziehen wird.

Dieser Tage sind die Bauarbeiten gestartet, ein hoher Kran errichtet worden. Realisiert wird hier an der Ecke Gasstrasse/Mühlemattstrasse eine vierstöckige Überbauung mit Wohnungen und Büros, wovon die BLPK voraussichtlich rund die Hälfte belegen wird. Bauherrin ist die genannte Anlagestiftung Avadis, an welcher die BLPK direkt beteiligt ist.

«Das ist sicher unser Favoritenprojekt», sagt Simeon, der davon ausgeht, dass der Mietvertrag «höchstwahrscheinlich bald unterzeichnet wird». Er bestätigt damit erstmals Gerüchte, über welche «Sonntag bz» schon Anfang August berichtet hatte. Es sei eigentlich immer klar gewesen, dass die BLPK in Liestal bleiben wolle, hatte Simeon stets beteuert. «Hier haben wir schliesslich unsere meisten Kunden.»

Für die Pensionskasse der Baselbieter Staatsangestellten zeichnet sich damit das Ende einer jahrelangen Suche nach einer neuen Heimat ab. Nachdem die BLPK ihre Neubaupläne an der Liestaler Rheinstrasse begraben musste, «wirds langsam eng», hatte Simeon immer wieder betont. Zwar wurde der jetzige BLPK-Standort räumlich optimiert, doch reicht der Platz auch weiterhin nicht aus.

Hintergrund: Im April 2006 hatte das Kantonsgericht die Beschwerde eines Anwohners gutgeheissen. Die BLPK durfte ihren 14-Millionen-Bau nicht wie geplant realisieren. Stolperstein war, dass die Kasse nur 40 bis 50 Prozent des sechsstöckigen Verwaltungsneubaus selber nutzen und den Rest vermieten wollte. Das Argument, dass es zum Auftrag der BLPK gehöre, im Interesse der Versicherten eine möglichst hohe Rendite zu erzielen, wurde vom Gericht nicht akzeptiert. Dies reiche nicht aus, um ein öffentliches Interesse geltend zu machen, wie es die ÖW-Zone verlange. Der Beschwerdeführer hatte gefordert, dass der Bau zu redimensionieren sei. Für die BLPK aber kam dies nie in Frage.

Wenn alles glatt läuft, wird die BLPK ihre neuen Räumlichkeiten Mitte 2011 beziehen. Noch nicht entschieden ist dagegen, was mit dem Areal des ehemaligen Restaurants Reblaube geschehen soll, auf dem der BLPK-Neubau ursprünglich geplant war. Die BLPK-Geschäftsleitung will das weitere Vorgehen nun prüfen. Immerhin handle es sich um eine Liegenschaft an bester Lage. Dafür gebe es immer wieder Bedarf - ob vom Kanton, der die nebenliegende Lehrmittelverwaltung besitzt, oder von anderer Seite. Betont hat die BLPK jeweils einzig, dass sie nichts überstürzen will. Die Liegenschaft sei problemlos als Baulandreserve zu halten.

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