Basler Zoo kann dank Totenkopfäffchen Luis auf Nachwuchs hoffen

Totenkopfäffchen

Totenkopfäffchen

Totenkopfäffchen und Spritzsalmler bescheren dem Zoo Basel heisse Szenen. Bei den Äffchen ist rechtzeitig zur Paarungszeit ein neues Männchen eingetroffen. Spritzsalmler sind Fische, die zum Laichen aus dem Wasser springen.

Das Totenkopfäffchen Luis - 13-jährig und aus Portugal - kam Mitte Dezember nach Basel, gerade noch rechtzeitig zur saisonalen Paarungszeit. Luis habe sich gleich vom ersten Tag an mit Schwung ins Geschehen geworfen, teilte der Zoo Basel mit. Jetzt hofft der Zolli auf Nachwuchs.

Die Integration von Luis wurde von Pflegern begleitet. Doch blieben Spannungen in der Äffchengruppe nicht aus. Geschickt sei aber über eine stufenweise Annäherung die Paarungsbereitschaft der sieben Weibchen stimuliert worden: Nur Stunden nach dem ersten Zusammentreffen sei es zu ersten Paarungen gekommen.

Ungewöhnlich für Affen ist die saisonale Paarungszeit. In freier Natur werden junge Totenkopfäffchen in die an Insekten und anderen Kleintieren reiche Regenzeit hinein geboren. Im Basler Zolli blieb Kindersegen bei den Totenkopfäffchen in den letzten Jahren aus, was sich nun ändern dürfte.

Aus Südamerika stammen auch die fünf bis acht Zentimeter langen Spritzsalmler im Vivarium des Zoos. Ihre Fortpflanzungsmethode soll ihre Jungen vor Fressfeinden schützen: Nach kurzem Balzen springen die Fische paarweise aus dem Wasser zur Unterseite herabhängender Pflanzenblätter und bleiben dort für einige Sekunden haften.

In der kurzen Spanne legt das Weibchen fünf bis acht Eier auf der Blattunterseite ab, das Männchen befruchtet diese sofort. Dann lässt sich das Paar zurückfallen. Mit Flossenschlägen bespritzt das Männchen darauf die Eier fortwährend mit Wasser, damit sie nicht austrocknen. Nach einigen Tagen schlüpfen die Jungen und fallen ins Wasser.

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