500 Wohnungen

Basel buhlt um die Baselbieter

Einwohnerfang: Die Plakate mit dem Slogan «Wer in Basel wohnt, hat mehr davon» hängen ab Montag für zwei Wochen im Baselbiet.  (Bild: Martin Töngi)

Wohnen in Basel-Stadt

Einwohnerfang: Die Plakate mit dem Slogan «Wer in Basel wohnt, hat mehr davon» hängen ab Montag für zwei Wochen im Baselbiet. (Bild: Martin Töngi)

Die Einwohnerzahl in Basel-Stadt wächst und muss auch künftig weiterwachsen. Mit einer neuen Plakatkampagne wirbt Basel-Stadt deshalb im Baselbiet um neue Einwohner.

Yen Duong

Basel-Stadt geht in der Agglomeration mit einer neuen Plakatkampagne auf Einwohnerfang. Mit den Plakaten «Wer in Basel wohnt, hat mehr davon», möchte Basel-Stadt die Stärken des Stadtwohnens gezielt hervorheben. Momentan leben in Basel gemäss Zahlen des Statistischen Amtes beinahe 191 000 Personen - vor zwei Jahren waren es rund 188 000 Personen.

Wie der Regierungspräsident Guy Morin gestern bei der Präsentation der Kampagne sagte, soll die Bevölkerungszahl auch in den nächsten Jahren wachsen. «Bisher war immer davon die Rede, dass die Einwohnerzahl stabilisiert werden muss. Sie muss aber klar erhöht werden, betonte er.

Ziel sei es zudem, dass der Stadtkanton ein vielfältigeres Angebot an Wohnungen oder Wohnraum anbieten könne. In diesem Jahr wurden laut Morin viele neue Wohnungen gebaut. So zum Beispiel auf der Erlenmatt oder im Gebiet Volta.

Bis Ende Jahr kämen zum ersten Mal seit 1996 wieder 500 neue Wohnungen auf den Markt. Somit wird das von Logis Bâle im 2001 gestartete Impulsprojekt «5000 Wohnungen innert 10 Jahren» beziehungsweise 500 Wohnungen pro Jahr im 2009 erreicht. Die Chancen stünden gut, dass die Schaffung von 500 neuen Wohnungen auch nächstes Jahr erfüllt werden könne.

«Für das das Jahr 2011 sieht es noch unsicher aus», meinte Morin. Man spüre jedoch, dass die Investoren Interesse am Standort Basel hätten. Der Grund: «Wohnen im urbanen Umfeld ist wieder attraktiv. Die Lebensqualität ist höher», meinte Morin.

Kosten von 70 000 Franken

Die Stadtwohnkampagne baut auf den fünf Schlüsselbegriffen Kultur, Power, Klima, Familie und Freizeit auf. «Denn Basel bietet all diese Sachen an», zeigte sich Regula Küng, Leiterin Stadtwohnen in der Kantons- und Stadtentwicklung, überzeugt. Wer in der Stadt wohne, mache beispielsweise mehr für das Klima. Man verhindere, dass die intakte Natur auf dem Land der Zersiedelung zum Opfer falle.

Die Kampagne kostet 70 000 Franken und ist ab dem kommenden Montag für rund zwei Wochen an 268 Orten in der Stadt und an den Tramhaltestellen der Agglomeration zu sehen. Des Weiteren gibt es einen Flyer. «Wir möchten, dass die Kampagne für Gesprächsstoff sorgt», meinte Küng.

Für Gesprächsstoff wird die neuste Kampagne von Stadtwohnen wohl weniger sorgen als die letzte. Damals wurde im Baselbiet mit dem Plakat «Lieber wohnen als Zeit verpendeln» oder in Basel mit dem Plakat «Welcome Home, lieber Pendler» um die Gunst der Baselbieter oder in Baselland lebende geworben. Dies kam nicht nur gut an.

Guy Morin hat bezüglich Werbetour auf Baselbieter Boden keine Bedenken: «Ich habe ein unverkrampftes Verhältnis zum Standortmarketing. Ich hätte den Plausch, wenn Baselland in Basel Werbung für sich machen würde.»

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