Strasse
Barriere gegen «Schneefahrer»

Der Kanton will die Balmbergstrasse im Winter mit einer Barriere sperren, da das Fahrverbot missachtet wird. Der Welschenrohrer Rat äusserte seine Bedenken: Die Strasse sei der kürzeste Verbindungsweg nach Solothurn.

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Kein Durchkommen

Kein Durchkommen

Wsw

Anton Strähl

Einen schweren Stand hatte Rudolf Schluep bei der Aussprache mit dem Welschenrohrer Gemeinderat in Bezug auf die geplante Errichtung von Barrieren an der Balmbergstrasse. Diese sollen im Winter die Durchfahrt auf der schneebedeckten Passstrasse verhindern. Die Strassen über den Balmberg und den Weissenstein seien zum Problem geworden, meinte der Abteilungsleiter beim kantonalen Strasseninspektorat.

Vor allem im vergangenen Winter mussten zahlreiche Fahrzeuge herausgeholt werden. Trotz Fahrverbot habe der Kanton als Eigner eine Werkhaftung. Da offenkundig das Fahrverbot missachtet werde, müsse der Kanton handeln.

Vom Rat wurde darauf hingewiesen, dass vor allem nicht ortsansässige Autofahrer am Balmberg stecken blieben. Man befürchtet, dass beim ersten Schnee im Herbst die Barriere geschlossen und erst wieder im Frühling geöffnet werde. Schon bisher habe das Öffnen der Strasse bei guten Strassenverhältnissen auch in der Winterzeit nicht geklappt.

Das werde auch mit einer Barriere nicht funktionieren. Die Balmbergstrasse sei ein wichtiger und kurzer Verbindungsweg nach Solothurn und Umgebung und stelle praktisch den «Lebensnerv» der Gemeinde dar. Diese müsse ohnehin schon viele Nachteile in Kauf nehmen, wehrten sich verschiedene Ratsmitglieder. Die eine Barriere würde wohl oberhalb der Liegenschaft Marti kurz vor dem Waldeingang platziert; die andere auf dem Balmberg.

Rudolf Schluep zeigte Verständnis für die Einwände des Rates. Er versicherte, dass der Strassendienst dafür sorgen werde, dass die Barriere bei gutem Strassenzustand in der Winterzeit so rasch als möglich geöffnet wird.

Etappensieg für Musikgesellschaft

Nachdem der Rat vor zwei Wochen eine Aussprache mit einer Delegation der Musikgesellschaft geführt hatte (wir berichteten), befasste er sich nun konkret mit dem Wiedererwägungsgesuch zum Erlass der Hallenmiete und dem Gesuch um Verlängerung der Probezeit um eine halbe Stunde. Einstimmig beschloss der Rat, die Gebühr für die Benützung der Mehrzweckhalle nicht zu erlassen.

Dafür ist er bereit, der Musikgesellschaft beim Proben mehr Zeit für das Wegräumen der Instrumente einzuräumen. Obwohl das Reglement ein Verlassen der Gebäude bis 22 Uhr vorschreibt, beschloss der Rat mit 6 zu 2 Stimmen, dass die Musikgesellschaft künftig bis 22 Uhr Musik machen und bis 22.30 Uhr die Instrumente wegräumen darf. Die Abgabe eines Schlüssels wurde jedoch abgelehnt. Die Schliessung des Mehrzweckgebäudes erfolgt durch den Schulhausabwart. Zudem soll nun auch für die Aussenplätze ein Benutzerreglement erstellt werden.

Biomasse und Solar statt Öl

Die beim Bau des Mehrzweckgebäudes ausgewählte Kombination von Luft/Wasser-Wärmepumpen mit einem konventionellen Heizsystem hat sich wegen der hohen Betriebstemperaturen der Wärmepumpen als ungünstig erwiesen. Eine Messung im Jahr 2006 hat ergeben, dass pro Tag 54 Liter Öl verbraucht wurden. Davon wurden aber nur 6,7 Liter für das Warmwasser benötigt.

Rats-Stenogramm

Im Weiteren hat der Rat:
- einen Kredit von 2000 Franken für die Errichtung einer Webcam beim Mehrzweckgebäude beschlossen, welche die Bilder direkt auf die Homepage der Gemeinde überträgt;
- zur Kenntnis genommen, dass das Tea-Room Anfang Juni dem neuen Pächter übergeben wurde. Vorgängig musste es noch zulasten des alten Pächters gereinigt werden;
- die Verwaltung beauftragt, das Gebührenreglement zu überarbeiten;
- von der Demission Walter Schmids als Mitglied der Kulturkommission und von derjenigen Madlen Schmids als Delegierte des Zweckverbandes Sozialregion Thal-Gäu Kenntnis genommen. (asw)

Ganze 47,3 Liter entfielen auf den Bereitschaftsverlust. Der Wirkungsgrad der Heizung lag somit bei rund 12 Prozent. Mit einem mehrstufigen Sanierungskonzept soll nun das Heizsystem im Mehrzweckgebäude und im Verbund mit dem neuen Schulhaus erneuert werden, wie Andreas Schindelholz und Beat Allemann dem Rat darlegten.

In einer ersten Phase sollen die Wärmepumpen und Speicher demontiert und durch Solar-Schichtenspeicher ersetzt werden. Zudem soll eine Solaranlage mit einer Fläche von 81 Quadratmeter installiert werden. Auf diese Weise will man 13 000 Liter Heizöl pro Jahr einsparen. In einer zweiten Phase soll die Isolierung der Gebäudehüllen vorgenommen werden. In einer dritten Phase denkt man an den Einbau einer Biomasseheizung anstelle der Ölheizung.

Gemäss Allemann sind die Kosten für die erste Phase noch nicht genau berechnet. Eine Kostenschätzung gehe von rund 240 000 Franken aus. Davon kämen aber noch die Subventionen in Abzug. Um zu verhindern, dass im Herbst ein funktionierendes Heizsystem fehlt, beantragte Allemann, die Installation der Solaranlage auf nächstes Jahr zu verschieben. Der Rat stimmte dem Konzept und dem Terminplan zu. An der Gemeindeversammlung soll das Sanierungskonzept vorgestellt werden.

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