Nach der Präsidentschaft

Barack Obama fühlte sich als Kind oft als Aussenseiter

Der scheidende US-Präsident Barack Obama freut sich darauf, wieder mehr zum Lesen zu kommen. Literatur habe ihm schon als Kind aus einer Identitätskrise geholfen, sagt er. (Archivbild)

Der scheidende US-Präsident Barack Obama freut sich darauf, wieder mehr zum Lesen zu kommen. Literatur habe ihm schon als Kind aus einer Identitätskrise geholfen, sagt er. (Archivbild)

Der scheidende US-Präsident Barack Obama hat sich in seiner Kindheit oft als Aussenseiter gefühlt. Aus der daraus entstandenen Identitätskrise habe ihm die Literatur hinausgeholfen, sagt er.

"Als ich nach Indonesien kam, war ich dieses grosse, dunkelhäutige Kind, das irgendwie auffiel", sagte Obama in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung". "Als ich dann von Indonesien zurück nach Hawaii zog, hatte ich wahrscheinlich die Umgangsformen und Gewohnheiten eines indonesischen Kindes."

Er sei davon überzeugt, dass ihm das Schreiben von Büchern und Kurzgeschichten dabei geholfen habe, seine Identität zu verstehen. "So konnte ich alle Einzelteile zu einem Ganzen zusammenfügen. Heute bemerkt öfter mal jemand, wie cool und gelassen ich sei. Das stimmt auch, ich habe allgemein ein gutes Gespür für Orte, mich selbst und das, was mir wichtig ist", sagte Obama.

Um abzuschalten, habe er während seiner Präsidentschaft verschiedene Sachen gelesen, etwa Science-Fiction und immer wieder Shakespeare. Nach seiner Präsidentschaft freue er sich darauf, sich "bald in einen ganzen Berg Literatur zu vertiefen." Über die Zukunft der Literatur macht sich der 55-Jährige keine Sorgen. "Der Roman überlebt. Wir sind eine Spezies, die sich Geschichten erzählt."

Obama wird am Freitag nach acht Jahren als Präsident der Vereinigten Staaten von Donald Trump abgelöst.

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