Schwindel

Ballon-Drama in den USA von den Eltern inszeniert

Mayumi Heene gesteht die Lüge ein

Mayumi Heene gesteht die Lüge ein

Im Drama um den angeblich in einem Ballon entschwebten Sechsjährigen in den USA hat die Mutter des Jungen Gerichtsunterlagen zufolge gestanden, dass es sich nur um eine Inszenierung handelte.

Die Lokalzeitung "The Coloradoan" druckte Auszüge aus der eidesstattlichen Erklärung, die Mayumi Heene wenige Tage nach dem Vorfall abgab. Demnach gab sie zu, dass sie und ihr Mann die Behörden in Fort Collins im US-Bundesstaat Colorado angelogen hätten.

Die angebliche Ballonfahrt sei zwei Wochen vorher geplant gewesen, und die drei Söhne der Heenes seien angehalten worden, Behörden und Medien ebenfalls anzulügen.

Den Unterlagen zufolge rief Heene nach dem angeblichen Verschwinden ihres Sohnes Falcon erst die Polizei, als ihr Mann schon örtliche Fernsehsender benachrichtigt hatte. Das Spektakel hatte Fernsehzuschauer in den USA vergangene Woche stundenlang in Atem gehalten.

Gestützt auf die Aussage der Familie, der kleine Falcon sei in den Ballon gestiegen, hatte ein Rettungshelikopter den vom Vater selbstgebastelten Heliumballon begleitet, der angeblich versehentlich abgehoben hatte. Stunden später gab die Polizei Entwarnung; Falcon habe sich die ganze Zeit über auf dem elterlichen Dachboden versteckt.

Die Polizei hatte bereits vor einigen Tagen von einer Inszenierung gesprochen. Dem Ehepaar Heene drohen nun Strafanzeigen wegen Verführung Minderjähriger zu Straftaten, Falschaussage und Versuchs der Beeinflussung von Beamten.

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