Bald Wohnen im einstigen «Knast»?

Wo einst mehr oder weniger «schwere Jungs» – oder Mädchen – geschmort haben, im Bezirksgefängnis Brugg, werden jetzt Zellen zu Wohnräumen umfunktioniert. Ein Gesuch für den Umbau des Brugger Gefängnisses liegt auf.

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Bald Wohnen im einstigen «Knast»

Bald Wohnen im einstigen «Knast»

Louis Probst

«Wie im Märchen – nur noch ein Jährchen»: Diese und ähnliche «Verewigungen» sind zwar an den Wänden des einstigen Bezirksgefängnisses im Rathaus und im Schwarzen Turm immer noch anzutreffen. Die «Knastbrüder» und «-schwestern» sind jedoch schon lange verlegt worden. Jetzt sollen die Wohnung des Gefangenenwartes sowie die Zellen im zweiten und dritten Obergeschoss des Rathauses zurückgebaut werden. An ihrer Stelle werden eine 21⁄2-Zimmer- Wohnung und ein 21⁄2-Zimmer-Studio eingebaut. Der einstige Aufenthaltsraum im Erdgeschoss wird zu einem multifunktionalen Raum umgestaltet, der beispielsweise von den Fraktionen des Einwohnerrats oder für Ausstellungen genutzt werden könnte. Und aus dem Spazierhof der Gefangenen, hoch über der Aareschlucht, soll eine Terrasse werden. Zurzeit liegt das Baugesuch für das Umbauprojekt auf, das vom Büro Walker Architekten AG, Brugg, erarbeitet worden ist.

Den Weg für die Umnutzung des Bezirksgefängnisses freigemacht hatten die Brugger Ortsbürgerinnen und Ortsbürger – die Eigentümer von Rathaus und Schwarzem Turm – an ihrer Gemeindeversammlung im November des letzten Jahres. Ohne Gegenstimmen hatte die Ortsbürgerversammlung einen Kredit von 1,215 Millionen Franken für die Umbauten genehmigt. Im Vorfeld war eine Nutzungsstudie für die Räume des ehemaligen Gefängnisses erstellt worden. Dabei waren auch Ideen für eine Cafeteria oder ein Velohotel geprüft worden.

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