Bald sicherer durch Jonen

Baustart - Gemeindeammann Béatrice Koller eröffnet mit Werner Kaufmann und Andreas Stockinger (Unterabteilung Strassenbau Aargau), Heinz Leuch (Bauleiter Swissplan Wohlen), Bauingenieur Werner Lüthi (Wohlen) und Dieter Schaub (Geschäftsführer H. Graf, Strassenbau und Tiefbau, Zufikon, von links) die dritte Ausbauetappe. (Bild: ba)

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Baustart - Gemeindeammann Béatrice Koller eröffnet mit Werner Kaufmann und Andreas Stockinger (Unterabteilung Strassenbau Aargau), Heinz Leuch (Bauleiter Swissplan Wohlen), Bauingenieur Werner Lüthi (Wohlen) und Dieter Schaub (Geschäftsführer H. Graf, Strassenbau und Tiefbau, Zufikon, von links) die dritte Ausbauetappe. (Bild: ba)

Nach einem langen Leidensweg konnte Gemeindeammann Béatrice Koller in Jonen die dritte Bauetappe für den Ausbau der Kantonsstrasse durchs Dorf freigeben. Begonnen wird mit der Kanalisation.

JÖRG BAUMANN

«Das ist ein Freudentag für Jonen. Es geht weiter mit dem Ausbau der Kantonsstrasse durchs Dorf», konstatierte Frau Gemeindeammann Béatrice Koller am Eröffnungsapéro für die dritte Ausbauetappe der stark befahrenen Hauptstrasse. Mit dabei war auch der Wohler Bauingenieur und Projektverfasser Werner Lüthi. Dieser arbeitet mit seinem Büro seit 1968 für die Gemeinde Jonen. «Ich bin in dieser Zeit fünf Gemeindeammännern begegnet», sagte er.

Keine Umfahrungsstrasse

Früher kursierten im Kelleramt hochfliegende Strassenpläne. Man sprach von einer Umfahrungsstrasse durch das ganze Tal. Doch die Gemeinden lehnten die Pläne unisono ab. Man begann sich auf die Ausbauten in den Ortskernen zu konzentrieren. Für den Innerortsausbau in Jonen wurde bereits 1980 bis 1982 das erste Bauprojekt ausgearbeitet. Die Gemeinde stellte das Projekt aber zurück, weil es ihr zu kostspielig war, bemerkte Werner Kaufmann, Chef der Unterabteilung Strassenbau, am Eröffnungsapéro.

1985 wurde das Projekt abgespeckt und in Etappen aufgeteilt. Inzwischen konnten zwei Etappen - eine Teilstrecke der Staldenstrasse und der Abschnitt Weingasse - ausgebaut werden. Das kostete bereits mehrere Millionen Franken.

Dritte Etappe verzögert

2004 bewilligte die Gemeindeversammlung den dritten und letzten Abschnitt des Innerortsausbaus. Mehrere zeitraubende Einsprachen verzögerten den Baustart um Jahre. Für 7,9 Millionen Franken - inbegriffen sind der aufwändige Landerwerb und die Werkleitungen - wird auf dem 620 Meter langen Abschnitt zwischen Radmühle und dem Restaurant Sonne die Hauptstrasse für alle Verkehrsteilnehmer, auch für die Fuss-gänger und Velofahrer, bedeutend sicherer gestaltet. Dieses Versprechen wird mit dem Kreisel Radmühle, einem Radstreifen, guten Veloweganschlüssen und der besseren Gestaltung der Knoten Chäppeli und Sonne, einem Gehweg und zwei Busbuchten eingelöst.

«Die Baukosten sind hoch», gab Werner Kaufmann zu. «Aber der Strassenbau ist auch nicht einfach zu bewerkstelligen. Es wird viel Beton verbaut. Und das macht das Ganze wesentlich teurer.» Kaufmann bemerkte auch, dass die Gemeinde die Kosten von zwei Millionen Franken für die neuen Werkleitungen allein übernehmen müsse.

Die Bauarbeiten sollen Ende 2010 abgeschlossen sein. Die Deckbeläge werden 2011 eingebaut. Während der gesamten Bauzeit wird die Einmündung der Bühlackerstrasse in die Hauptstrasse gesperrt.

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