Schweinegrippe - Schweiz

BAG verbessert Kommunikationswege - Weniger Verdachtsfälle

Massnahmen für bessere Kommunikation

Massnahmen für bessere Kommunikation

Kommunikationspannen, wie sie bei der voreiligen Entlassung des Schweinegrippe-Patienten in Baden AG vorkamen, sollen künftig nicht mehr möglich sein. Auf Veranlassung des BAG wurden zwei Massnahmen ergriffen. Die Anzahl Verdachtsfälle ging unterdessen zurück.

Verbessert wurde das Formular, welches den Laborbefund darstellt. Die Liste der Resultate sei jetzt so eindeutig, dass Fehlinterpretationen kaum mehr möglich seien, sagte Patrick Mathys, Leiter der Pandemievorsorge im Bundesamt für Gesundheit (BAG), gegenüber Radio DRS.

Als zweite Sicherheitsmassnahme müssen die Labors bei positiven Befunden künftig auch noch zum Telefonhörer greifen und das Testresultat mündlich dem behandelnden Arzt mitteilen.

Der Aargauer Schweinegrippe-Patient war vorerst nach Hause geschickt worden, weil das Kantonsspital Baden einen Fax des nationalen Influenza-Zentrums in Genf falsch interpretierte. Nachdem das Missverständnis entdeckt wurde, musste sich der inzwischen als geheilt geltende junge Mann sofort wieder in Spitalquarantäne begeben.

Die Zahl der Verdachtsfälle von Schweinegrippe in der Schweiz ist inzwischen zurückgegangen. Gegewärtig liegen dem BAG 19 Verdachtsmeldungen vor. Am Vortag waren es noch 26 gewesen. Aktuell betroffen sind Personen aus den Kantonen AG, BE, BL, GE, SG, SO, VD und ZH. Erst in einem Fall im Aargau bestätigte sich der Verdacht. Der Mann erholte sich allerdings wieder.

Gemäss Bundesrat Pascal Couchepin ist die Schweiz gut gerüstet für die Gefahr der Schweinegrippe. Sie verfüge über grosse Mengen des Grippemittels Tamiflu, sie habe Zugang zu einem noch zu entwickelnden Impfstoff, und die Fälle würden schnell erkannt. Für den Notfall hortet der Bund Tamiflu für einen Viertel der Bevölkerung.

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