Bäume. Affoltern

Bäume hochheben und entfernen – als wären es Zündhölzer

Am Dienstag wurde in Obfelden ein Super-Puma-Helikopter für eine spektakuläre Fällaktion eingesetzt.

Vier Ahornbäume und eine Weide stellten auf einem Privatareal an der Schmittenstrasse in Obfelden eine Gefahr dar. Ihre Nähe zu den Mehrfamilienhäusern stellte insbesondere bei Sturm eine Gefahr dar. Deshalb erteilte die Verwaltung der Firma Bolzli Gartenbau in Obfelden einen Räumungsauftrag. Die Frage, mit welchen Mitteln das geschehen soll, war schnell beantwortet. «Mit dem Einsatz eines Pneukrans hätte man die Strassen lange sperren und die geholzten Bäume auf dem aufgeweichten Rasen zwischenlagern müssen. Da entstünde grosser Landschaden», sagte Martin Bolzli. So entschied man sich für den Einsatz eines Super Pumas AS 332 C1 der Eagle Helicopter AG, Zweisimmen, bei der Bolzlis Bruder Thomas als Chefpilot agiert.


Und der flog mit einer ganzen Equipe nach Obfelden - ein eingespieltes Team. Während die einen mit der Motorsäge eine Kletterpartie hinlegten, die grösseren Äste an einem Seil befestigten, flog der Super Puma in Stellung. Dem kurzen Sägeeinsatz bei Ästen und letztlich am Stamm folgte dann das Entfernen des Baums mit kurzem Lufttransport. «Das Einschätzen der Last ist bei solchen Einsätzen wichtig», sagt Chefpilot Thomas Bolzli, der die nicht einfache Aufgabe mit grosser Routine löste. Der Super Puma ist in der Lage, auf einmal viereinhalb Tonnen zu transportieren. Ein herkömmlicher Heli schafft das Hochheben von einer Tonne.


Das eindrückliche Fluggerät kommt stets bei schwierigen Arbeiten zum Einsatz. In Städten werden damit schwere Geräte auf Dächer gehievt und komplizierte Holzarbeiten verrichtet. Auch bei Gebirgsbaustellen, die mit schwerem Gerät ausgerüstet werden müssen, beim Setzen von Hochspannungsleitungen, Antennen oder Skiliften ruft man die Eagle Helicopter AG in Zweisimmen.


Der Einsatz in Obfelden - wohl eher eine Routineangelegenheit. Die Aktion dauerte gerade mal eine halbe Stunde. Dann entschwand der Super Puma Richtung Bern. Auf dem Bundesplatz wurde damit gleichentags noch ein grosser Christbaum gesetzt.

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