Vielleicht hat ihn ja gerade das so stark gemacht: Kaum auf der Welt, sollte Bäris Leben auch schon wieder zu Ende sein. Der Bauer, auf dessen Hof er geboren wurde, wollte ihn und seine Schwester nicht.

Und da kommt Regula Soltermann ins Spiel. Sie rettete die beiden Hündchen vor dem Tod. Bäri nahm sie zu sich und auch für seine Schwester fand sie einen Zuhause.

«Wir geniessen jeden Tag miteinander»

Das war vor 18 Jahren. Und Bäri, der so früh hätte sterben sollen, lebt immer noch. Das ist alles andere als normal: Ein Sennenhund-Mischling hat eine Lebenserwartung von zehn bis zwölf Jahren. 

«Eigentlich werden Hunde seiner Grösse nicht so alt», sagt Bäris Tierärztin Margret Siegenthaler in der Sendung «tierisch». Bäri ist ihr ältester Hunde-Patient aller Zeiten. «Er ist jetzt etwa so alt wie ein 90-jähriger Mensch», sagt sie. 

Nicht aufs Abstellgleis stellen

Bäri war sein Leben lang nie krank und ist auch heute noch zwäg. «Neben guter Ernährung und medizinischer Vorsorge sind Bewegung und die richtige Haltung das Wichtigste für ein langes Hundeleben», sagt Sigenthaler.

Bäri war früher sehr aktiv. Er machte zusammen mit seiner Halterin Agility und die Ausbildung zum Begleithund.

Heute schläft er viel. Aber der eineinhalbstünde Morgenspaziergang muss jeden Tag sein. Auch wenn Bäri nicht mehr so gut die Treppe runter, ins Auto rein oder überhaupt vorankommt. 

Und genau darin liegt wohl ein weiteres Geheimnis seines langen Lebens: «Ein alter Hund muss das Gefühl haben, dass er dazugehört», sagt die Tierärztin. «Man sollte ihn nicht einfach aufs Abstellgleis stellen und nicht mehr mit auf den Spaziergang nehmen, nur weil er nicht mehr so schnell ist.»

Für Regula Soltermann sind die vielen Jahre mit ihrem Hund ein Geschenk. «Wir geniessen jeden Tag miteinander», sagt sie. (smo)

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