Deborah Balmer

56 Jahre alt ist die Badi im Schachen - jetzt soll diese alte Aarauerin eine Verjüngungskur erhalten. «Lange kann man mit der Sanierung nicht mehr warten», sagt die zuständige Stadträtin Regina Jäggi. Vor allem die Leitungen, die zu den Schwimmbecken und den sanitären Anlagen führen, seien in ganz schlechtem Zustand, bemerkt die SVP-Stadträtin Regina Jäggi.

Am 10. Mai wird der Stadtrat dem Einwohnerrat das Bauprojekt samt Kostenvoranschlag unterbreiten. «Ich gehe davon aus, dass die geplante Erneuerung vom Einwohnerrat angenommen wird, denn die Badi ist äusserst beliebt und der Nutzen für die Gesamtbevölkerung entsprechend gross.» Über 10000 Besucher zählt das Freibad pro Saison.

Dusche für Behinderte

Vertreter der Beratungsstelle für Unfallverhütung haben in der Schachenbadi sicherheitstechnische Mängel festgestellt: Dass man den Sprungturm für die aktuelle Saison mit einem feinen Draht eingekleidet hat, zählt zu den Sofortmassnahmen.

Anderes hat noch etwas länger Zeit: In naher Zukunft soll aus Sicherheitsgründen das Kinderplanschbecken erneuert werden. Auch der Auslauf der Rutschbahn entspricht nicht der Sicherheitsnorm. Daneben drängen bauliche und technische Mängel: Der Sanitärbereich ist veraltet, auch Teilflächen des Restaurants, das Werkleitungsnetz, die Badewasseraufbereitung, die arealeigene Kanalisation sind längst nicht mehr auf dem neuesten Stand. Das 50-Meter-Schwimmbecken soll durch ein Edelstahlbecken ersetzt werden. Dieses würde mit einer halb automatischen Beckenabdeckung versehen. Dadurch kann der Energieverbrauch stark gesenkt werden.

«Das neue Becken wird breiter werden, sodass acht Bahnen entstehen», sagt Stadträtin Regina Jäggi. Damit würde das Becken wettkampftauglich. Zu den betrieblichen Mängeln zählen der Eingangsbereich, die Kasse, die Garderoben und die Personalräume. Gebaut werden soll eine Familienumkleidekabine und eine behindertengerechte Dusche. Auch die Umgebung weist gestalterische Mängel auf.

Inbetriebnahme: August 2012

Altlasten sollen im Zuge der Sanierung entfernt werden: Bodenproben haben nämlich ergeben, dass sich darin Schadstoffe befinden. «Es ist nichts Gefährliches, aber hier gab es früher wohl mal eine Schutthalde», so Jäggi.

Der Kostenvoranschlag für das Gesamtprojekt beträgt 8,37 Millionen Franken. Welcher Architekt das Endprojekt ausführen wird, ist noch nicht
entschieden. Zuerst kommt der Baukredit am 26. September vors Volk. Die Erneuerung würde im Herbst 2011 starten und sollte laut Plan dann Mitte August 2012 fertig sein.