Zivilschutz
Badener Zivilschützer müssen nun doch ans Schützenfest

Der Streit um die angedrohte Befehlsverweigerung des Badener Zivilschutzkommandanten Martin Zulauf für den Einsatz am Eidgenössischen Schützenfest ist offenbar vom Tisch. Resultat einer Aussprache der beiden Parteien: Der Kanton bietet die Zivilschützer nun selber für den Einsatz am Grossanlass auf – und nicht ihr Zivilschutzkommandant.

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«Sie sind sich ihrer Pflicht bewusst geworden», sagt Martin Widmer, Chef der aufbietenden kantonalen Abteilung für Militär und Bevölkerungsschutz.

Er war es, der sich mit Kommandant Martin Zulauf - dem Chef der Stadtpolizei Baden - und dem Badener Stadtrat und Ressortvorsteher Reto Schmid zu einer Aussprache getroffen hatte. Die Einigung sei zustande gekommen, da man den «Badenern» habe aufzeigen können, was eine Verweigerung für Konsequenzen habe. «Das Ansehen des Zivilschutzes ist in Gefahr und es hätte ein Verfahren eingeleitet werden müssen», so Widmer.

«Problem war Einsatzbefehl»

Wie Stadtrat Schmid erklärte, habe die für den Zivilschutz zuständige Behörde insbesondere mit dem «Einsatzbefehl Probleme gehabt». «Wir wollten die Zivilschützer nicht selber aufbieten», so der Stadtrat. Nun übernimmt das der Kanton - und muss dafür auch die Einsatzkosten bezahlen. Reto Schmid: «Die Kosten trägt die aufbietende Stelle.» Der Badener Zivilschutz muss nun die Adressen dem Kanton zur Verfügung stellen. Der Kanton hat zudem mittlerweile Kürzungen bei den aufzubietenden Kontingenten erlassen. Auch bein Zivilschutz Region Baden.

Kommandant Martin Zulauf, der unlängst betont hatte, dass seine Truppe nicht offiziell am Schützengrossanlass teilnehmen werde, da die auferlegten Aufgaben nicht mit dem Zivilschutz vereinbar seien und er die Konsequenzen für die Befehlsverweigerung trage, zeigt sich mit der Lösung «zufrieden». Er meint aber: «Ich habe nicht die Kostenfrage kritisiert, sondern die Aufgaben am Schützenfest.» Und daran ändere sich auch nichts. (SPI)

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