Badener Zivilschutz: Keine Schützenhilfe am Schützenfest

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Die Region Baden wird ihre Zivilschützer nicht ans Eidgenössische Schützenfest 2010 kommandieren. Jetzt muss es wohl oder übel der Kanton tun. Auch andernorts sorgt dieser Einsatz für Zündstoff.

Roman Huber

Von oben wird zum grossen Einsatz für das Schützenfest geblasen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz hat dazu den Segen erteilt, da es sich um einen «Einsatz zu Gunsten der Gemeinschaft handle». Die Aufgebote müssen die Zivilschutzorganisationen erlassen, deren Freude sich in Grenzen hält.

Helfen und auch noch dafür bezahlen

Budgetiert sind 6600 Zivilschutztage im Einsatz für das Schützenfest; hinzu kommen 5500 Einsatztage von Seiten des Militärs. Die pauschale Entschädigung pro Zivilschützer und Diensttag soll zwischen 25 und 35 Franken betragen, was für die Kosten längst nicht ausreichen wird.

Der Aufgabenkatalog sieht für den Zivilschutz die typischen Fest-Handlangerarbeiten vor. Diese reichen vom Aufstellen von Festzelten, Absperrungen, Schiessanlagen, Festbeizen, Munitionsabgabestellen, Garderoben und Fundbüros bis zu deren Betrieb, Verkehrs- und Sanitätsdienst, Parkplatzeinweisung, Unterhalt von Unterkünften etc.

Martin Zulauf, Kommandant der Zivilschutzorganisation Region Baden kritisiert: «Es kann und darf nicht sein, dass Angehörige des Zivilschutzes für solche Aufgaben eingesetzt werden», sagt Zulauf. Kurz: «Das ist nicht Sache des Zivilschutzes.»

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