Baden
Badener Innenstadt in Guggen-Hand

Guggen-Fasnacht total in der Badener Innenstadt: Trotz Skiferien und Winterwetter kamen die Guggen und fasnächtlich Gesinnte in Heerscharen.

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Badener Fasnacht
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Badener Fasnacht

Roman Huber

Zum 27. Mal gehörte die Innenstadt am Fasnachtssamstag den Guggenmusiken. Am Anfang waren die frisch gegründeten Vereinigten Fasnachts-Gruppen der zukunftsträchtigen Entwicklung der Guggenmusik gefolgt und stellten erstmals ein Guggen-Programm unter dem Titel «Böggen-Nacht» am Cordulaplatz auf die Beine. Seit 2004 heisst sie Badener Guggen-Nacht und bietet auf drei Bühnen nonstop Guggenklänge, und zwar von der urtümlich schrägen Art bis zum Spitzen-Brass-Sound.

Wärme durch viel Bewegung

Die gute Stimmung und die Winterkälte waren Anlass, sich in der Stadt im Rhythmus kakofonisch intonierter Evergreens zu bewegen. Und wem es trotz allem zu kalt wurde, konnte sich in einer der überfüllten Innenstadt-Bars aufwärmen. Dort wogte die Stimmung zu Fasnachts-Disco hin und her, so auch im «Cave du Luc», wo neuerdings der strategische Hauptsitz des Brödlirats der Spanischbrödlizunft in dieser Nacht ist.

Die Zahl anderer wilder Gestalten oder intrigierender Fasnächtler hielt sich allerdings sehr in Grenzen. Dafür gaben frühere Guggenmusikanten gesetzteren Alters ein amüsantes Stelldichein unter der Ad-hoc-Gugge «Vo geschter». Betrieb machten die Flexibells, die als Bautrupp das Publikum bei Laune hielten. Auch am Bahnhofplatz herrschte in der «Alpen-Stübli-Beiz» sowie in den Beizen der Verslischmitten viel Betrieb. Insgesamt waren es mehr als dreissig Guggen-Formationen, die nach einem exakten Programm ihre Auftritte hatten, das entgegen fasnächtlicher Ausgelassenheit so ziemlich strikte eingehalten wurde. Sie kamen sogar aus verschiedenen Landesteilen der Schweiz angereist. Die organisierende VFGB machte wieder einmal tadellose Arbeit.