Messe
Autos für jeden Geschmack

Über 350 Autos von 45 verschiedenen Marken: Die Messe Basel ist bis Sonntag das Mekka der Autofans. Die Organisatoren erwarten 30 000 Besucher.

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Auto Basel (Infiniti)

Auto Basel (Infiniti)

bz Basellandschaftliche Zeitung

Toprak Yerguz

Wer ein Auto braucht, ob klein oder gross, kräftig oder sparsam, dürfte unter den über 350 Modellen, die an der Auto Basel 2009 ausgestellt werden, auch eines für sich finden. «Jede Marke ist mit Vorführwagen hier, die man probefahren kann», warb Christoph Keigel gestern kurz vor Eröffnung der Messe.

Als Presseverantwortlicher der Organisatoren führte er durch die Messehalle und bekräftigte, dass sich jeder Autoliebhaber in Basel einen umfassenden Überblick des herrschenden Angebots machen könne: «Von 48 Marken, die in der Schweiz vertrieben werden, sind 45 hier an der Messe präsent.»

Vom knapp 10 000 Franken teuren Dacia bis zum 350 000 Franken teuren Ferrari ist eine grosse Bandbreite an Modellen für die Besucher zu bewundern. Wer wolle, könne sein Auto direkt vor Ort kaufen: «An der Messe werden jedes Jahr um die 100 Kaufverträge abgeschlossen.»

Im Vergleich zur letzten Ausgabe der Messe bleibt diesmal der zweite Stock der Halle 2 leer, die Aussteller haben ihre Stände alle im Erdgeschoss. Es sind zwar nicht weniger Anbieter da, aber man begnügt sich mit kleineren Standflächen: Die Wirtschaftskrise hat hier ihre Spuren hinterlassen. «Am Angebot ändert sich aber nichts», sagte Keigel schon fast trotzig. Im Gegenteil, es seien drei Marken neu an der Messe vertreten: Morgan, Infiniti und Aston Martin.

Nicht nur die Wirtschaftskrise ist für die Branche ein Problem: Unter Druck geraten sind die Hersteller auch durch das gewachsene Umweltbewusstsein der Konsumenten. Keigel, als Geschäftsführer einer Garagefirma selbst ein Verkaufsprofi, verneinte diese Tatsache nicht, stellte sie aber in einen grösseren Kontext. An der Energieeffizienz werde zu Recht bei allen Herstellern gearbeitet und bei gewissen Modellen als Verkaufsargument ins Feld geführt. Die für Konsumenten wichtigen Themen seien aber einem steten Wandel unterworfen: «Vor einigen Jahren war die Sicherheit das grosse Thema: Da hatte es an vielen Ständen der Messe die Puppen aus den Crash-Tests zu sehen.»

Schlagwort Energieeffizienz

Die Puppen sind verschwunden, dafür prangt in diesem Jahr bei jedem Hersteller an mindestens einem Wagen ein grüner Kleber, der Energieeffizienz verspricht. Viele Alternativen zu den üblichen Verbrennungsmotoren sind allerdings nicht zu sehen. Keigel glaubt, den Grund zu kennen: «Es ist nicht praktisch.» Das Potenzial für Erdgas-, Ethanol- oder Elektrofahrzeuge sei limitiert, weil sie dem Fahrer zu viele Einschränkungen aufbürden: Die Reichweite ist eingeschränkt, die Füllung des Tanks nur an wenigen Tankstellen verfügbar.

Nichtsdestotrotz wird an allen Antriebstechnologien weiter geforscht. Ein Beispiel dieser Bemühungen kann gleich beim Eingang zur Messe bestaunt werden: Die Neuentwicklung eines Katalysators soll die Schadstoffemissionen beim Einsatz von Erdgas bis auf null drücken.

Die Messe Auto Basel 09 dauert noch bis und mit Sonntag.

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