Autofahren mit Flip-Flops: Darf man oder darf man nicht?

Bei diesen Temperaturen wollen auch unsere Füsse keinesfalls in geschlossenen Schuhen weilen. Flip-Flops hinter dem Steuer könnten aber teuer werden.

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FlipFlop

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Keystone

Sandra Kohler

Leichtes Sommeroutfit, Flip-Flops an den Füssen und ab ins Auto Richtung Freibad. Autofahren mit Flip-Flops, Sandalen und barfuss ist zwar nicht explizit verboten. Dennoch nicht ratsam.

Das geltende Strassenverkehrsgesetz (Art. 31) enthält keine ausdrückliche Regelung zu leichtem Schuhwerk, verlangt aber, dass der Führer sein Fahrzeug ständig beherrschen muss und in keiner Weise behindert wird. «Autofahren geht nur, wenn man alle Funktionen des Fahrzeugs bedienen kann - dazu gehört auch eine sichere Bedienung der Pedale - vor allem des Bremspedals, um den für Notbremsungen nötigen Pedaldruck von rund 80 Kilogramm leisten zu können», sagt Astra-Mediensprecher Thomas Rohrbach.

Es könnte teuer werden

Die Kantonspolizei Aargau beispielsweise führt gemäss eigenen Angaben keinerlei Kontrollen auf richtiges Schuhwerk durch. Und wie viele Menschen aufgrund von falschem Schuhwerk auf den Schweizer Strassen verunfallen, ist unbekannt. Solche Zahlen existieren gemäss Astra-Mediensprecher Thomas Rohrbach nicht.

Verunfallt aber ein Autolenker und der Unfall kann auf das ungeeignete Schuhwerk zurückgeführt werden, kann es teuer werden. Die betroffene Versicherung könnte nämlich Regress nehmen. Zudem drohen rechtliche Folgen: Beispielsweise eine Busse von mehreren hundert Franken und ein möglicher Führerausweisentzug.

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