Australien

Australisches Gericht erlaubt Mann sich zu Tode zu hungern

Symbolbild für künstliche Ernährung

Symbolbild für künstliche Ernährung

Ein australisches Gericht hat einem schwerstgelähmten Mann das Recht zu sterben zugesprochen. Die Pfleger machten sich keines Gesetzesbruches schuldig, wenn sie die künstliche Ernährung des 49-Jährigen beendeten.

Der Mann sei bei klarem Verstand und dürfe über seine Behandlung selbst bestimmen. Es gehe dabei nicht um Sterbehilfe, sagte der Oberste Richter des Bundesstaats Western Australia.

"Wenn man sich zu Tode hungern will, ist es gut zu wissen, dass beim Eintreten der Bewusstlosigkeit dann keiner kommt und einen am Leben erhält - und man dann noch länger leidet", sagte der sterbewillige Mann.

Sein derzeitiges Leben sei eine "Hölle", da er sich nicht einmal schnäuzen oder die Tränen vom Gesicht wischen könne. "Ich glaube, er hat für Menschen, die sich zu Tode hungern wollen, jetzt eine Tür aufgestossen", kommentierte der Anwalt des Mannes den Richterspruch.

Nach diesem "Präzedenzfall" dürften Patienten eine fortdauernde medizinische Behandlung einfach ablehnen, fügte er hinzu.

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