Fauna

Australien stuft Tasmanischen Teufel als vom Aussterben bedroht ein

Vom Aussterben bedrohte Tierart

Vom Aussterben bedrohte Tierart

Australiens Regierung hat den Tasmanischen Teufel wegen einer verbreiteten Krebserkrankung unter den Tieren offiziell als eine vom Aussterben bedrohte Art eingestuft. Bislang galt das grösste noch lebende fleischfressende Beuteltier der Welt in Australien nur als gefährdete Art.

Der neue Status ermöglicht einen besseren Schutz der Tiere unter dem australischen Umweltrecht, wie Umweltminister Peter Garrett mitteilte. Die Regierung wolle ein Programm in Höhe von 10 Millionen australischen Dollar (rund 8,5 Mio. Franken) zum Schutz der Tiere auflegen. Mit den Mitteln sollte unter anderem die Krankheit weiter erforscht werden.

Die Art, die nur noch auf der australischen Insel Tasmanien zu finden ist, leidet unter tödlichen Gesichtstumoren und droht in den kommenden 20 bis 25 Jahren auszusterben.

Seit der erstmaligen Registrierung des tödlichen Tumors im Jahr 1996 sei der Bestand um 70 Prozent zurückgegangen, erklärte Garrett. Die Tiere sterben in der Regel innerhalb von drei Monaten, da der Tumor das Gesicht und den Mund überzieht und sie damit ab einem bestimmten Zeitpunkt an der Nahrungsaufnahme hindert.

Die frühen europäischen Siedler auf der Insel gaben dem Beuteltier seinen Namen, weil es markerschütternde Schreie ausstösst, düster aussieht und einen stahlharten Kiefer hat.

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