Mysteriös

Ausgesetzte Schwerkranke stammt möglicherweise aus Mazedonien

Ausgesetzte Frau nicht identifiziert

Ausgesetzte Frau nicht identifiziert

Die vor dem Kantonsspital Münsterlingen TG gefundene, schwer kranke Frau konnte immer noch nicht identifiziert werden. Die Polizei vermutet inzwischen, sie könnte aus Mazedonien stammen und Serbisch sprechen.

Die zwischen 40 und 55 Jahren alte Frau, die am Dienstagmorgen auf dem Spitalparkplatz gefunden worden war, habe nonverbal am ehesten auf serbisch und auf Mazedonien als mögliches Herkunftsland reagiert, erklärte die Polizei. Dolmetscher sprachen die Kranke in verschiedenen Sprachen von Albanisch bis Serbisch an.

Den Gesundheitszustand der schwer unterernährten Frau stufen die Verantwortlichen des Kantonsspitals Münsterlingen als ernst, aber derzeit stabil und nicht unmittelbar lebensbedrohlich ein. Unter anderem hat ein kontinuierlicher Ernähungsaufbau begonnen. Die Ärzte vermuten eine Krebserkrankung, können aber auch andere Ursachen für die Erkrankung bisher nicht ausschliessen.

Auf den Zeugenaufruf der Kantonspolizei Thurgau vom Mittwoch gingen rund 20 Hinweise aus der Bevölkerung ein. Ein Gewaltverbrechen schliesst die Polizei aus. Der verhältnismässig gepflegte Zustand der Frau lässt vermuten, dass sie zuvor einige Zeit von Unbekannten betreut wurde.

Die Frau war am Dienstagmorgen in Decken gehüllt auf dem Parkplatz der Klinik gefunden worden. Neben ihr lag eine pinkfarbene Sporttasche, in der sich Kleidungsstücke, aber keine Ausweise fanden. Die Frau wiege nur etwa 30 Kilo, erklärten die Ärzte am Mittwoch. Sie ist etwa 1,58 Meter gross.

Fest steht laut Polizei, dass die Frau in der Schweiz keinen Asylantrag gestellt hat; die Überprüfung der Fingerabdrücke in der entsprechenden Datenbank habe keinen Treffer ergeben.

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