Royal Baby
Aus Sonne wird Sohn: Neuer Name für britische Boulevardzeitung

Insbesondere die britische Boulevard-Presse hat die Geburt des Royal Baby euphorisch aufgenommen. Seriösere Blätter bleiben nüchterner, können sich dem Begeisterungs-Mainstream aber kaum entziehen. Kritische Töne kommen derweil aus Deutschland.

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Das heutige Titelblatt der englischen Boulevardzeitung «The Sun»: Die Zeitung gab sich mit «The Son» (Der Sohn) einen neuen Namen.

Das heutige Titelblatt der englischen Boulevardzeitung «The Sun»: Die Zeitung gab sich mit «The Son» (Der Sohn) einen neuen Namen.

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In der britischen Presse gibt es nur noch ein Thema: Die Geburt des Royal Baby. Das Blatt «the Sun» (die Sonne) taufte sich selbst in «the Son» (der Sohn) um. Die Leserinnen und Leser des Titels haben die Möglichkeit, eine Gratulationskarte an William und Kate zu verschicken. «Wir könnten nicht glücklicher sein», zitiert das Blatt Prinz William.

Auch «the Mirror» kennt nur ein Thema heute Vormittag. Auf zusätzliche News im Vergleich zu gestern Abend wartet man aber vergebens. Der Name des Babys ist immer noch unbekannt. Ganz Grossbritannien sehnt sich auch weiterhin nach den ersten Bildern des Neugeborenen.

Was sagen die ausländischen Online-Portale?

Auch der linksliberale «Guardian» feiert die Geburt des neuen Prinzen - wenn auch zurückhaltender. «Es ist ein Bub», heisst es dort ganz simpel. Der bürgerliche «Independent» betont derweil, dass es sich nicht nur um einen britischen Hype um das Neugeborene Königskind handelt, sondern um eine weltweite Begeisterungswelle.

Dass die Briten damit nicht falsch liegen, zeigt der Blick auf grosse ausländische Onlineportale. Auf lemonde.fr, der Internetseite der wichtigsten französischen Zeitung, ist der Besuch des Papstes in Brasilien zwar die Hauptschlagzeile. Die Geburt in London folgt aber sogleich an zweiter Stelle.

Mehr Enthusiasmus zeigt die belgische Presse. Der Kleinstaat hat selber ein Königshaus und zeigt sich entsprechend affin. Die Zeitung «Le Soir» spekuliert über den Namen des Sohns, läst sich dabei aber nicht auf die Äste hinaus. Auch auf Spiegelonline ist die Geburt das Topthema. Das Baby Cambridge sei ein neuer Werbeträger der angestaubten britischen Monarchie heisst es dort aber kritisch. Und weiter: «Die jungen Vorzeigeeltern machen die Firma Windsor wieder zukunftsfähig.»